24 Juli 2023

Feuerwehrleute kämpfen mit neuer Taktik gegen Brand im Oberwallis

Im Oberwalliser Waldbrandgebiet haben die Einsatzkräfte am Montag zahlreiche Glutnester und kleinere Brände erfolgreich löschen können. Der Taktikwechsel bei der Brandbekämpfung bewährt sich laut dem Führungsstab.

Seit Sonntag werfen die Löschhelikopter das Wasser nicht mehr grossflächig über Brandherden und Glutnestern ab. Bodeneinsatzkräfte mit einem Forstmitarbeiter, einem Flughelfer und vier bis fünf Feuerwehrleuten lokalisieren Glutnester mithilfe der Wärmedaten der Armee und legen diese frei.

Dann wird der Helikopter punktgenau eingewiesen, und das Wasser, rund 900 Liter pro Ladung, wird aus sehr geringer Höhe direkt über dem Glutnest abgelassen. Rund 100 solcher Glutnester und kleiner Brandherde werden im Gebiet vermutet.

Bei den Glutnestern handelt es sich um zumeist wenige Quadratmeter grosse Flächen, die sich auch mehr als einen Kilometer weit vom Hauptbrandherd per Funkenflug entzündet haben, wie der Führungsstab erklärte. Diese Glutnester liegen meistens mitten in vom Grossfeuer nicht betroffenen Waldgebieten oberhalb von Oberried bis hoch zum Grad des Riederhorns.

(text:sda/bild:keystone)