26 Januar 2026

Feuerwehrausbildung im Kanton Bern wird regionaler, kürzer und effizienter

(02:19)

Um bestmöglich für Einsätze gerüstet zu sein, sind eine fundierte Ausbildung und regelmässige Trainings zentral. In periodischen Abständen überprüft das Feuerwehrinspektorat der GVB die Ausbildungsstrategie auf ihre Zweckmässigkeit hin. 2025 hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreter:innen des Feuerwehrinspektorats, Feuerwehrinstruktor:innen und weiteren Partnern intensiv an der neuen Strategie gearbeitet nach dem Motto «Bewährtes bewahren, Bestehendes weiterentwickeln und Neues wagen». Das sind die grössten Änderungen:

  • Kompetenzen, die die Feuerwehrleute bereits mitbringen, werden in der Ausbildung neu besser berücksichtigt.
  • Ausbildungsmodule werden kürzer. Spezifische Themen werden in Zusatzmodulen ausgebildet.
  • Ausbildungen werden regional durchgeführt. Dadurch entfallen lange Anreisewege für die Feuerwehrangehörigen.

Im Detail:

  • Begonnen wird neu nicht direkt mit der Basisausbildung, sondern mit einer Grundausbildung in der eigenen Feuerwehrorganisation. In der Grundausbildung lernt man Fertigkeiten wie die sichere Inbetriebnahme von Hydranten, persönliche Schutzausrüstung, Aufgaben und Zuständigkeiten im Feuerwehrdienst. Dadurch wird gewährleistet, dass alle neuen Feuerwehrangehörigen über denselben Wissensstand verfügen, wenn sie mit der Basisausbildung beginnen.
  • Bislang dauerte die Basisausbildung fünf Tage. Dadurch, dass die neuen Feuerwehrangehörigen die wichtigsten Grundlagen schon in ihren Feuerwehren lernen, wird die neue Basisausbildung deutlich kürzer. Zudem werden gewisse Themen aus der Basisausbildung genommen und in Zusatzmodule gepackt. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die Feuerwehrleute unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen. Ein Förster, der schon von Berufs wegen täglich mit einer Motorsäge zu tun hat, muss sich im Umgang damit nicht nochmals ausbilden lassen.
  • Die neue Ausbildungslandschaft setzt sich so zusammen, dass es pro Stufe ein Grundmodul gibt, das bei Bedarf um weitere Module ergänzt werden kann. Dadurch können sich alle Feuerwehrangehörigen diejenigen Kompetenzen aneignen, die ihnen fehlen und die in ihrer Feuerwehrorganisation auch benötigt werden.

Wie der kantonale Feuerinspektor Peter Frick gegenüber Radio BeO sagte, würden die Änderungen für die Angehörigen der Feuerwehren die Vereinbarkeit von Beruf und Feuerwehr verbessern und die Arbeitgeber seien weniger betroffen, wenn ihre Mitarbeiter für die Feuerwehrausbildung bei der Arbeit fehlen.

In den nächsten beiden Jahren werden sämtliche Ausbildungen überarbeitet und laufend in Kraft gesetzt.

(text:pd,sfr/bild:radio beo-yes)