Der FC Thun verliert in Sion mit 0:2
Es war nicht überraschend, wenn man vor dem Spiel zwischen dem FC Sion und dem FC Thun auf das Matchblatt schaute: Leonardo Bertone, Kastriot Imeri, Elmin Matoshi und sogar Stammkeeper Niklas Steffen sassen zunächst auf der Bank. Für Steffen stand Tim Spycher zwischen den Pfosten.
Trotzdem klangen Namen wie Furkan Dursun, Brighton Labeau, Ethan Meichtry oder Marco Bürki keineswegs nach einer «zweiten Mannschaft» des FC Thun. Dennoch startete Sion deutlich besser in die Partie und traf bereits in den ersten zehn Minuten den Innenpfosten des Thuner Tores. Ein paar Zentimeter weiter innen und es hätte bereits 1:0 gestanden.
Das 1:0 für den FC Sion fiel dann in der 22. Minute durch Boteli. Und noch während der Stadionsprecher das Walliser Publikum nach dem Führungstreffer anpeitschte, erhöhte Sion praktisch im Gegenzug auf 2:0 – Chouaref traf in der 23. Minute. Die Thuner fanden insgesamt nie wirklich ins Spiel. Auffällig waren vor allem Nils Reichmuth und Ethan Meichtry, die sich immer wieder durchkämpften und versuchten, offensive Akzente zu setzen.
Kurz vor der Pause wurde es nochmals hektisch: Schiedsrichter Luca Piccolo zeigte zunächst auf den Elfmeterpunkt, nachdem Nils Reichmuth vermeintlich im Strafraum gefoult worden war. Nach Rücksprache mit dem Linienrichter wurde die Entscheidung jedoch korrigiert – Freistoss für den FC Thun, knapp einen halben Meter vor der Strafraumgrenze. Der Freistoss, den Marco Bürki zunächst antäuschte und schliesslich Janjicic ausführte, landete allerdings in der Sion-Mauer.
Kurz darauf ging es in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit passierte dann nicht mehr viel. Der FC Thun wirkte nicht besonders enttäuscht über die Niederlage – zeitweise kam beinahe etwas «Freundschaftsspiel-Stimmung» auf. Trotz der 0:2-Niederlage im Tourbillon darf sich der FC Thun dennoch Schweizer Meister nennen, während der FC Sion weiter von den europäischen Plätzen träumen darf.
(text:sbü/bild:zvg fc thun, levin anneler)