28 Juli 2026

Favergesee entleerte sich ohne Maschineneinsatz

Die Überwachung der Gletscherseen auf der Plaine Morte konnte im Sommer 2026 erfolgreich abgeschlossen werden. Das teilt die Gemeinde Lenk im Simmental am Dienstag mit. Dank der laufenden Messungen und der engen Zusammenarbeit der zuständigen Fachstellen habe die Entwicklung der Seen jederzeit beurteilt und die notwendigen Massnahmen vorbereitet werden können. Bereits Anfang Juni seien die Überwachungsanlagen auf dem Gletscher installiert und in Betrieb genommen worden. Das zuständige Koordinationsgremium habe die Entwicklung der Gletscherseen anschliessend laufend verfolgt.

Aufgrund der sehr warmen und trockenen Witterung im Juni und Juli entwickelte sich der Seepegel zunächst nur langsam. Ein Grund dafür war die sogenannte Sublimation, bei der Schnee und Eis aufgrund der trockenen Luft direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergehen. Nach den Niederschlägen Mitte Juli nahm das Seevolumen nochmals zu und erreichte in der Nacht auf Sonntag, 19. Juli 2026, mit knapp 1,27 Mio. m³ den Höchststand. Anschliessend setzte eine kontinuierliche Abnahme des Wasserstandes ein. Die Entwicklung wurde weiterhin eng überwacht. Am letzten Montag setzte dann auch die deutlich feststellbare Entleerung über den Trübbach ein und der See floss selbständig und ohne Schäden zu verursachen ab. Ein maschineller Eingriff zur kontrollierten Ableitung des Wassers war in diesem Jahr nicht notwendig.

(text:pd,csc/bild:zvg/gemeinde lenk)