18 April 2023

EU-Kommission will Krisenmanagement im Bankensektor reformieren

Die Regeln f├╝r den Umgang mit strauchelnden Banken sollen nach dem Willen der EU-Kommission ├╝berarbeitet werden. Denn nach Ansicht der EU-Kommission werden bei Problemen von Banken zu oft Steuergelder mobilisiert.

Die f├╝r europ├Ąische Gesetzgebungsinitiativen zust├Ąndige Beh├Ârde schlug am Dienstag in Strassburg weitreichende ├änderungen des aktuellen Rahmens f├╝r das Krisenmanagement im Finanzsektor und die Einlagenversicherung vor. Sie sollen vor allem das bestehende Krisensystem f├╝r mittelgrosse und kleinere Banken verbessern.

Die Erfahrung zeige, dass mittelgrosse und kleinere Banken bei einem Ausfall h├Ąufig nicht abgewickelt w├╝rden, teilte die EU-Kommission mit. Stattdessen k├Ąmen L├Âsungen zur Anwendung, bei denen anstelle von Bankressourcen oder privater branchenfinanzierter Sicherheitsnetze mitunter Steuergelder herangezogen w├╝rden.

Die nun vorgeschlagenen Vorschriften sollen nach Angaben der Beh├Ârde unter anderem die Vorteile einer Abwicklung gegen├╝ber der Insolvenz st├Ąrken. Im Gegensatz zur Liquidation k├Ânne die Abwicklung einer Bank f├╝r Kunden weniger einschneidend sein, hiess es bei der Kommission. Ein Grund sei, dass Kunden durch die ├ťbertragung ihrer Konten auf eine andere Bank weiter Zugang zu ihren Konten haben k├Ânnten.

(text:sda/bild:sda)