20 April 2021

EU hilft dem Balkan mit 651 000 Impfdosen im Kampf gegen Corona

Die Europ├Ąische Union hilft den sechs nicht zur EU geh├Ârenden L├Ąndern des Balkans mit 651 000 Impfdosen bei der Bek├Ąmpfung der Corona-Pandemie. Dies sei ein erster Schritt, dem noch weitere folgen w├╝rden, sagte ├ľsterreichs Aussenminister Alexander Schallenberg. ├ľsterreich koordiniere die von Mai bis August laufende Aktion im Auftrag der EU. „Als Europ├Ąische Union signalisieren wir ganz klar, wir betreiben nicht nur Nabelschau, wir schauen ├╝ber den Tellerrand und uns ist ganz klar, dass wir selber erst dann in Sicherheit sind, wenn unsere engsten Nachbarn es auch sind.“ Die Dosen von Biontech/Pfizer seien von vorneherein f├╝r diese Art von Nachbarschaftshilfe reserviert worden. Die Hilfsaktion habe keinen Einfluss auf das Impftempo in der EU.

Die Impfstoffe w├╝rden nicht pro Kopf, sondern nach Notwendigkeit verteilt. So erhielten Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien, wo erst sehr wenige Menschen geimpft sind, fast 500 000 Dosen. Der Rest gehe in das Kosovo, nach Montenegro und Serbien. Die Hilfe sei vor allem f├╝r das Gesundheits- und Pflegepersonal gedacht. Das letzte Wort aber h├Ątten die Staaten selbst.

Serbien ist am wenigsten auf die Hilfe angewiesen. Das Balkanland verabreicht massiv auch russische und chinesische Vakzine und hat deshalb bereits 26 Prozent der Bev├Âlkerung zumindest einmal geimpft. Im Rahmen des Programms erh├Ąlt es im Verh├Ąltnis zur Bev├Âlkerungszahl eher die kleine Menge von 36 000 Impfdosen von der EU.

(text:sda/bild:archiv)