11 Juni 2026

Eskalation am Golf: Strasse von Hormus angeblich gesperrt

Die USA und der Iran haben sich in der zweiten Nacht in Folge heftig gegenseitig beschossen – womit sich der Konflikt trotz der seit zwei Monaten geltenden Waffenruhe gefährlich hochschaukelt.

Irans Militär reagierte auf neue US-Angriffe nach eigenen Angaben mit der kompletten Sperrung der Strasse von Hormus sowie mit Gegenattacken auf Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait. Jedes Schiff, das die für den Öl- und Gashandel wichtige Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der iranischen Militärführung. Zwei Schiffe sollen laut Rundfunk beschossen worden sein.

Es folgten gegenseitige Dementis. Das US-Regionalkommando Centcom schrieb auf X: „Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Strasse von Hormus ein und heraus.“ Irans Staatsmedien nannten diese Behauptung falsch.

US-Präsident Donald Trump warf Teheran laut einem Medienbericht einen besonders schweren Bruch der geltenden Feuerpause vor. Sie sei „die am häufigsten gebrochene Waffenruhe in der Geschichte der Welt“, zitierte ein Reporter des US-Senders Fox News aus einem Gespräch mit dem Präsidenten. Auf welchen Vorfall sich Trump mit diesem Vorwurf konkret bezog, blieb unklar.

Trump habe zwar ein Ende der Bombardierungen in Kürze in Aussicht gestellt, berichtete Fox-News-Reporter Trey Yingst auf der Plattform X. Sollte Teheran jedoch kein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnen, „werden wir sie in Grund und Boden bomben“, drohte Trump demnach.

(text:ath/bild: