23 April 2023

Es fehlen Organe f├╝r Transplantationen

Um den Bedarf an Transplantationen zu decken, gebe es zu wenige Organe in der Schweiz, warnt Swisstransplant-Direktor Franz Immer in einem Bericht des „SonntagsBlick“. 83 Menschen, die auf der Warteliste f├╝r eine Organspende standen, verstarben 2022.

Auch in diesem Jahr sieht es d├╝ster aus. Zwischen Januar und M├Ąrz sind bereits 29 Patientinnen und Patienten, die auf ein neues Organ warten, verstorben, wie eine Swisstransplant-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA best├Ątigte. Hochgerechnet auf zw├Âlf Monate w├Ąren das 116 Todesf├Ąlle. Insgesamt warteten Ende des ersten Quartals dieses Jahres 1447 Patientinnen und Patienten auf mindestens ein Organ, f├╝nf mehr als Ende 2022.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es f├╝r Patienten, die auf eine Herztransplantation hoffen. Ein neues Perfusionsger├Ąt, das seit Ende 2022 in Bern, Z├╝rich und Lausanne zur Verf├╝gung steht, soll die Chancen erh├Âhen, ein geeignetes Organ zu finden. Es k├Ânnte j├Ąhrlich etwa 15 zus├Ątzliche Herztransplantationen erm├Âglichen.

Ebenfalls zur Verbesserung der Situation beitragen soll das Prinzip der mutmasslichen Einwilligung, das vom Volk im Mai 2022 im Rahmen des neuen Transplantationsgesetzes angenommen wurde. Das neue Gesetz wird jedoch fr├╝hestens 2025 in Kraft treten, insbesondere aufgrund des Datenschutzes und der Einrichtung des Registers. Laut Swisstransplant k├Ânnen mehr Leben gerettet werden, je fr├╝her die Regelung umgesetzt wird.

(text:sda/bild:sda)