11 Oktober 2023

BE: Erster Fall der Tierseuche EHD nachgewiesen

Fachleute haben bei einem Kalb im Kanton Bern die die Epizootische HĂ€morrhagische Krankheit (EHD) nachgewiesen. Es handelt sich um den ersten bestĂ€tigten Fall in der Schweiz. Die Krankheit wird durch MĂŒcken ĂŒbertragen. FĂŒr den Menschen ist sie nicht gefĂ€hrlich.

Die Krankheit trat auf einem Hof in Wohlen bei Bern auf, wie das Bundesamt fĂŒr fĂŒr Lebensmittelsicherheit und VeterinĂ€rwesen (BLV) am Mittwoch mitteilte.

Die Tierseuche breitet sich den Angaben zufolge seit 2022 in Europa aus. Zu AusbrĂŒchen kam es bisher in Spanien, Portugal, Italien und Frankreich. Einen zugelassenen Impfstoff gibt es bislang nicht. Nach dem Fall in Wohlen gilt die Schweiz nicht mehr als EHD-frei. Dies fĂŒhrt zu EinschrĂ€nkungen im internationalen Handel mit Nutztieren.

Die Sterblichkeit bei Nutztieren sei sehr gering, schrieb das BLV. Viele FĂ€lle verliefen wie jener in Wohlen mild. Entsprechend gebe es auch keine Verpflichtung, erkrankte Tiere oder weitere Tiere auf betroffenen Höfen zu schlachten. Tierhalter mĂŒssen SeuchenfĂ€lle oder Anzeichen dafĂŒr aber dem Tierarzt melden. Die grösste Gefahr liegt gemĂ€ss dem Bundesamt in der Ausbreitung infizierter MĂŒcken.

Zu den Symptomen einer Erkrankung gehören plötzliches hohes Fieber, Teilnahmslosigkeit, und Blutungen an verschiedenen Körperstellen. Viele erkrankte Tiere mögen nicht mehr fressen. Auch blutiger Durchfall kann eine Folge sein.

Menschen könnten sich nicht mit der Krankheit anstecken, hiess es im Communiqué. Auch der Verzehr von Fleisch oder Milch von infizierten Tieren sei ungefÀhrlich.

Der Erreger, ein Virus, befÀllt demnach vor allem Hirsche und Rinder. Schafe und Ziegen können ebenfalls angesteckt werden, zeigen aber selten erkennbare Symptome.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)