Erhöhung des Grimsel-Stausees nimmt wichtige Hürde
Die BaK stimmt der Konzessionsänderung für die Erhöhung des Grimselsees durch die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) zu. Sie unterstützt damit den Kompromiss zwischen der Stromwirtschaft, den Umweltverbänden sowie der Region und den weiteren Beteiligten im Dienst einer nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz, der wirtschaftliche und ökologische Interessen gleichermassen berücksichtigt. Die Kommission erachtet die ausgehandelte Lösung als ausgewogen und begrüsst, dass mit der Vereinbarung eine breite Abstützung erreicht werden konnte.
Das Projekt der KWO ermöglicht eine Steigerung des Energiepotenzials des Grimsel-Stausees von derzeit 270 auf neu 510 Gigawattstunden. Das entspricht ungefähr einem Jahresenergieverbrauch von 53 330 Haushalten. Die zusätzliche Energie soll insbesondere im Winter genutzt werden und zu einem stabilen Schweizer Stromnetz beitragen. Um dies zu erreichen, sollen die beiden Talsperren «Spitallamm» und «Seeuferegg» erhöht und so der maximale Wasserspiegel des Grimselsees um 23 Meter angehoben werden. Dieses Vorhaben erfordert wesentliche Einschnitte in schutzwürdigen Lebensräumen. Als Kompensation wurden zwischen den KWO und den Umweltverbänden umfangreiche Schutz-, Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen vereinbart.
Bereits im Jahr 2012 hatte der Grosse Rat einer Konzessionsänderung für eine Erhöhung des Grimselsees zugestimmt. Das Bundesgericht hob diesen Beschluss jedoch 2020 aufgrund von Beschwerden und nach jahrelangem Weg durch die Instanzen auf und wies ihn zur Neubeurteilung an den Regierungsrat zurück.
(text:pd/bild:beo)