25 Dezember 2021

Erdbeben der StÀrke 4,1 im Kanton Jura

Im Kanton Jura hat in der Nacht auf Samstag die Erde gebebt – so stark wie in den vergangenen 100 Jahren nicht mehr. GemĂ€ss einer Meldung des Schweizerischen Erdbebendienstes der ETH ZĂŒrich hatte der Erdstoss eine StĂ€rke von 4,1 auf der Richterskala.

Der Erdstoss wurde im Jura verbreitet verspĂŒrt, vereinzelt aber auch im ganzen westlichen Mittelland bis nach Lausanne, Bern, Luzern und den westlichen Kanton ZĂŒrich wahrgenommen. Berichte ĂŒber SchĂ€den waren keine bekannt, ernsthafte SchĂ€den werden nach Angaben der ETH bei einem Beben dieser StĂ€rke im allgemeinen auch nicht erwartet.

Das Beben ereignete sich nach Angaben des Erdbebendienstes um etwa 01.00 Uhr. Das Epizentrum des Bebens lag in rund 5,9 Kilometern Tiefe. Am nÀchsten beim Herd des Bebens lag Damvant JU, das Dorf ganz im Westen des Pruntruter Zipfels in der NÀhe der Grenze zu Frankreich.

Die jurassische Kantonspolizei hatte in der Nacht und bis Samstagmittag keine Kenntnis von SchĂ€den, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess. Einige Menschen hĂ€tten aber bei der Polizei angerufen, nachdem sie den Erdstoss verspĂŒrt hĂ€tten. Ein Einsatz der Polizei sei aber nicht nötig gewesen.

Auch der Erdbebendienst erhielt in der Nacht etliche Meldungen, wonach das Beben verspĂŒrt wurde. Darunter waren Anzeigen aus Orten in weit ĂŒber 100 Kilometern Distanz zum Epizentrum.

Im Verlaufe der Nacht wurden vom Messnetz des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH ZĂŒrich mehrere Nachbeben gemessen, die aber nicht stark genug waren, um verspĂŒrt zu werden. Weitere, auch spĂŒrbare Nachbeben seien nicht auszuschliessen, hiess es in einer Mitteilung vom Samstag.

Obwohl in der Ajoie immer wieder kleine Beben gemessen werden, sei die seismische AktivitÀt relativ gering. Das Beben von Weihnachten sei das stÀrkste, das in den vergangenen 100 Jahren aufgetreten ist.

(text:sda / bild:keystone)