10 April 2022

Entf├╝hrter Impf-Chef Berger meldet sich zu Wort:

Der vom bei seiner Verhaftung erschossenen T├Ąter entf├╝hrte Christoph Berger hat sich am Sonntag geoutet. In einem Statement gab der Pr├Ąsident der Eidgen├Âssischen Impfkommission bekannt, sein Kidnapper habe von ihm Geld verlangt und ihn bedroht.

In seiner „pers├Ânlichen Mitteilung“ gab sich Berger offiziell als Opfer der Entf├╝hrung zu erkennen. Den Publikationen der Tamedia hatte das Bezirksgericht Z├╝rich die Namensnennung in einer superprovisorischen Verf├╝gung verboten. Die Tamedia-Zeitungen hatten Berger als Entf├╝hrungsopfer ermittelt.

Die Tamedia-Publikationen brachten Bergers Entf├╝hrung auch mit dessen Rolle als Impf-Chef w├Ąhrend der Covid-19-Pandemie in Zusammenhang. Wie Berger schreibt, widerspricht „dieses Narrativ meinem pers├Ânlichen Erleben w├Ąhrend der Entf├╝hrung“. Gleichzeitig seien ihm die „grossen emotionalen und gesellschaftlichen Spannungen bewusst, die Impffragen in den letzten beiden Jahren erhalten haben“.

„Gerne“ mache er einige Angaben zum Tatablauf, schreibt Berger weiter. Auf Anraten von Polizei und Staatsanwaltschaft lasse er einige Details weg, auch wenn diese „vielleicht interessant sein k├Ânnten“.

Gem├Ąss Bergers Stellungnahme hatte ihn der 38-j├Ąhrige T├Ąter eine gute Stunde in seiner Gewalt. „Er hat mich in dieser Zeit mit der Forderung eines substanziellen Geldbetrags konfrontiert.“ Dazu stiess der Entf├╝hrer gem├Ąss Berger Drohungen aus, was er mit ihm anstellen werde, sollte der Geldforderung nicht innert einer gesetzten Frist nachgekommen werden.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)