Energieunternehmen fordern mehr «Bern First» bei den KWO
2042 laufen die Wassernutzungskonzessionen der Kraftwerke Oberhasli (KWO) aus. Aktuell ist die Berner Politik mit deren Erneuerung beschäftigt. Einen ersten Vorschlag der Berner Regierung zur Konzessionsstrategie hat der Grosse Rat in der Herbstsession abgelehnt.
Zur Zeit befinden sich die Aktien und die damit verbundenen Nutzungsrechte im Eigentum der BKW, der Stadtberner Energieversorgerin ewb und den Industriellen Werken Basel iwb und der Stadt Zürich.
Ein Konsortium aus 13 Berner Energieunternehmen, darunter die Industriellen Betriebe Interlaken (IBI), die Energie Thun und die Steffisburger NetZulg, macht sich nun für eine stärkere Berner Beteilung stark. In der neuen Konzessionsstrategie soll festgehalten werden, dass das Konsortium über die Beteiligungsgesellschaft EVU Bern AG eine vollwertige Beteiligung von 5 bis 10 Prozent an den KWO erwerben und halten sollen. Dies idealerweise auf Kosten der ausserkantonalen, sprich Basler und Zürcher Energieversorger, wie Helmut Perreten seitens des Konsortiums gegenüber Radio BeO sagt.
Eine möglichst grosse Beteiligung von Berner Energieunternehmen an den KWO hätte diverse Vorteile: Die Wertschöpfung bliebe mehrheitlich im Kanton, die Versorgungsicherheit würde erhöht und die Strompreise berechenbarer und dadurch stabiler, was wiederum den Kanton Bern als Wirtschafsstandort attraktiver machen dürfte.
(text:csc/bild:unsplash)