6 Oktober 2021

EM-Silber f├╝r Schweizer Bahnvierer

Wie 2015 gewinnt der Schweizer Bahnvierer an der Heim-EM in Grenchen in der Teamverfolgung die Silbermedaille. Im Final ist D├Ąnemark zu stark.

Claudio Imhof, Val├Ęre Thi├ębaud, Simon Vitzthum und Alex Vogel zeigten zwar eine starke Leistung, gegen die Weltmeister und Olympia-Zweiten reichte es aber dennoch nicht zum Sieg. Mit der Zeit von 3:52,646 verloren die Schweizer knapp 1,3 Sekunden auf die D├Ąnen, die in 3:51,382 einen Bahnrekord aufstellten.

Trotz der Niederlage d├╝rfen die Schweizer mit dem Auftritt auf der Heim-Bahn mehr als zufrieden sein. Die Schweiz sicherten sich in der olympischen Disziplin, die auch als „K├Ânigsdisziplin“ des Bahnrad-Sports bezeichnet wird, die vierte EM-Medaille seit 2015. Im dritten EM-Final blieb den Schweizern zum dritten Mal die Silbermedaille, vor einem Jahr im bulgarischen Plovdiv gab es zudem Bronze.

Vom letztj├Ąhrigen Team standen Vitzthum und Imhof erneut im Aufgebot. Im Vergleich zur Equipe, die an den Olympischen Spielen Achte geworden war, trat in Grenchen einzig Thi├ębaud wieder an. Vor allem f├╝r Imhof d├╝rfte der 2. Rang – der Ostschweizer gewann seine pers├Ânlich sechste EM-Medaille – eine Genugtuung sein, war er f├╝r die Olympischen Spiele doch im letzten Moment aus dem Team gefallen.

Nach der Bestzeit in der Qualifikation und dem Sieg in der Hauptrunde gegen Russland (durch Einholung) starteten die Schweizer im Final schnell. Nach der H├Ąlfte der 4000 m lagen die Schweizer noch drei Zehntel vor den D├Ąnen. Aber anders als noch in der Qualifikation vermochten die Skandinavier in der zweiten Rennh├Ąlfte noch einmal zuzulegen.

Nicht nach Wunsch lief es den anderen Schweizern, die am zweiten Tag im Einsatz standen. Der 20-j├Ąhrige Nicolo de Lisi musste bei seiner EM-Premiere das Punktefahren aufgeben, Michelle Andres schied im Ausscheidungsfahren nach einem Sturz in der ersten Runde als erste Fahrerin aus.

(text&bild:sda)