14 Mai 2023

EinschrÀnkungen im Bahnverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland

Nach der kurzfristigen Absage eines 50-stĂŒndigen Warnstreiks bei der Deutschen Bahn (DB) ist diese daran, ihr Angebot wieder hochzufahren. Am Sonntag und am Montag ist im grenzĂŒberschreitenden Verkehr Schweiz – Deutschland mit EinschrĂ€nkungen und AusfĂ€llen zu rechnen.

SĂ€mtliche Verbindungen von und nach Deutschland mĂŒssten umgeplant werden. Reisende von und nach Deutschland mĂŒssten daher in einer ersten Phase in den Grenzbahnhöfen Basel und Schaffhausen umsteigen, teilten die SBB am Sonntagnachmittag mit.

Die SBB ersetze ausfallende, grenzĂŒberschreitende TageszĂŒge innerhalb der Schweiz. Der nationale Verkehr sei somit nicht betroffen. Die NachtzĂŒge vom Sonntagabend von und nach Deutschland fallen hingegen aus. „Das Konzept fĂŒr die kommenden Tage ist in KlĂ€rung“, schreiben die SBB weiter.

Der Online-Fahrplan werde laufend angepasst. Bahnkundinnen und -kunden sollten diesen vor Antritt der Reise konsultieren.

Im Fernverkehr will die DB nach eigenen Angaben zum Wochenstart den Bahnverkehr schnell wieder hochfahren. Am Sonntagabend könne es zu einzelnen ZugausfĂ€llen kommen, teilte der Konzern am Sonntag mit. Am Montag wĂŒrden rund zwei Drittel der geplanten FernverkehrszĂŒge fahren, am Dienstag dann wieder alle. Auch im Regionalverkehr der DB wird es regional EinschrĂ€nkungen und ZugausfĂ€lle geben.

Der Warnstreik wurde am Samstag im Rahmen eines Vergleichs abgesagt, den die Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vor Gericht geschlossen hatten. Beide Seiten hatten sich zudem darauf verstĂ€ndigt, zĂŒgig die Tarifverhandlungen fortzusetzen. Sollten die GesprĂ€che aber nicht zu Ergebnissen fĂŒhren, will die Gewerkschaft wieder zu Warnstreiks aufrufen.

Die EVG sagte lediglich den Warnstreik bei der Deutschen Bahn ab. Einige andere Bahnunternehmen sollen weiterhin 50 Stunden lang bestreikt werden. In Bayern trifft es zum Beispiel die Bayerische Oberlandbahn (BOB), die Bayerische Regiobahn (BRB) und den Meridian, wie die EVG mitteilte. Die EVG verhandelt derzeit mit Dutzenden Bahn-Unternehmen parallel neue TarifvertrÀge, viele dieser GesprÀche laufen Àhnlich stockend wie jene mit der DB.

Die EVG hatte in den vergangenen Tagen stets betont, dass sie auf Warnstreiks verzichten werde, wenn die DB die Gewerkschaftsforderung zum Mindestlohn erfĂŒlle. Etwa 2000 BeschĂ€ftigte bei der DB erhalten bisher den gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro lediglich ĂŒber Zulagen.

(text&bild:sda)