Einsamkeit ist ebenso ungesund wie Rauchen – Tag der Kranken am 1. März
Wie kann das Leben selbstbestimmt gestaltet werden, wenn Krankheit oder Beeinträchtigung den Alltag zunehmend prägen? Und was braucht es, damit Betroffene und Angehörige sozial eingebunden bleiben? Am diesjährigen Tag der Kranken vom 1. März 2026 stehen diese Fragen im Zentrum.
Unter dem Motto «selbstbestimmt und eingebunden» macht der Aktionstag darauf aufmerksam, dass Lebensqualität nicht nur von medizinischer Versorgung abhängt, sondern ebenso von tragfähigen Beziehungen, passenden Unterstützungsangeboten und gesellschaftlicher Teilhabe.
Auch Menschen mit Unterstützungsbedarf wünschen sich, selbst über ihre Lebensgestaltung und ihren Alltag entscheiden zu können. Gleichzeitig drohen soziale Isolation und Einsamkeit, insbesondere bei chronischen Erkrankungen oder im hohen Alter. Studien zeigen, dass anhaltende Einsamkeit erhebliche gesundheitliche Folgen haben kann. Besonders deutlich ist der Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Hirnschlag. Soziale Einbindung ist daher nicht nur eine Frage der Lebensqualität, sondern auch ein relevanter Gesundheitsfaktor.
Eine wichtige Rolle spielen auch Angehörige. Sie tragen einen grossen Teil der Betreuung im Alltag und ermöglichen Selbstbestimmung im vertrauten Umfeld. Gleichzeitig geraten viele von ihnen an ihre Belastungsgrenzen, besonders wenn sie Betreuung, Beruf und Familie vereinbaren müssen.
Gezielte Unterstützung im Alltag kann Überlastung vorbeugen und trägt dazu bei, dass Betroffene und ihre Angehörigen selbstbestimmt leben und sozial eingebunden bleiben. Schon wenige Stunden Entlastung pro Monat zeigen eine spürbare Wirkung und stärken die psychische Gesundheit aller Beteiligten. Gleichzeitig ermöglicht Entlastung, dass ältere Menschen länger zuhause bleiben und Heimeintritte verzögert oder gar verhindert werden können.
(text:pd/bild:unsplash)