12 November 2022

Einige Hundert protestieren bei Weltklimakonferenz auf UN-GelÀnde

Im Rahmen eines weltweiten Aktionstages haben einige Hundert Menschen bei der Weltklimakonferenz in Ägypten gegen die Nutzung schmutziger Energiequellen protestiert. Mit SprĂŒchen und Schildern forderten sie am Samstag ein Ende fossiler EnergietrĂ€ger und der Erschliessung neuer Gasquellen in Afrika. Zudem verlangten sie Ausgleichszahlungen fĂŒr KlimaschĂ€den in Ă€rmeren LĂ€ndern. „Die Meeresspiegel steigen, und wir begehren auf“, skandierten sie bei einem Marsch ĂŒber das KonferenzgelĂ€nde.

Der Protest war der bisher grösste seit Beginn der COP27 und sehr klein im Vergleich zur Demonstration vor einem Jahr bei der COP26 in Glasgow. Im Zuge des globalen Aktionstages zogen damals Zehntausende Demonstrantinnen und Demonstranten durch die schottische Stadt. Mit Bannern, Flaggen und Schildern forderten sie mehr Klimagerechtigkeit fĂŒr Menschen in Ă€rmeren Weltregionen.

In Ägypten ist die Meinungs- und Versammlungsfreiheit extrem eingeschrĂ€nkt, Proteste sind faktisch verboten. Die Aktion am Samstag fand auf dem KonferenzgelĂ€nde unter UN-Aufsicht statt. Der Protest sei genehmigt und die Teilnahme „absolut sicher“, hiess es von den Veranstaltern vorab. Proteste ausserhalb des UN-Bereichs sind nach Anmeldung zu bestimmten Uhrzeiten in einer speziell ausgewiesenen Zone erlaubt.

Mit beim Protest waren auch fĂŒhrende jugendliche Aktivistinnen und Aktivisten wie Vanessa Nakate, Mitzi Jonelle Tan und die Deutsche Luisa Neubauer. Auch die bekannte Ă€gyptische Demokratieaktivistin Sanaa Saif nahm teil.

Bei der COP27 in Scharm el Scheich beraten Vertreter aus fast 200 LĂ€ndern darĂŒber, wie der Kampf gegen die ErderwĂ€rmung verstĂ€rkt werden kann. Die Konferenz lĂ€uft bis 18. November.

(text:sda/bild:unsplash)