17 Oktober 2021

Ein paar Tausend Menschen demonstrieren gegen Corona-Massnahmen

In mehreren Schweizer StÀdten haben am Samstag erneut ein paar Tausend Menschen gegen die Corona-Massnahmen protestiert. In Rapperswil-Jona SG kamen rund 3000 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen zusammen.

Die Teilnehmenden der bewilligten Kundgebungen protestierten gegen die Massnahmen von Bund und Kantonen zur EindÀmmung der Coronavirus-Pandemie. GemÀss Angaben der Polizeien kam es zu keinen grösseren ZwischenfÀllen.

Zur grössten Kundgebung versammelten sich in Rapperswil-Jona SG am oberen Ende des ZĂŒrichsees rund 3000 Menschen. Die SchĂ€tzung stammt von der St. Galler Kantonspolizei. Organisiert worden war der Anlass vom AktionsbĂŒndnis Urkantone. Probleme habe es nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Veranstaltung begann mit einem langen Demonstrationszug. Danach folgten Reden auf einem Parkplatz beim Eishockeystadion. Zu Ende gehen sollte die Kundgebung erst am Abend.

In Baden AG nahmen schÀtzungsweise 1500 Personen an der laut der Aargauer Kantonspolizei friedlichen Kundgebung teil, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort feststellte. Gleich zu Beginn gab es zwar Rempeleien zwischen den Kundgebungsteilnehmern und einer Handvoll Gegendemonstranten.

Die Hitzköpfe auf beiden Seiten konnten von Polizei und Zuschauern beruhigt werden. An der Kundgebung dabei waren auch die sogenannten „Freiheitstrychler“. Die Mehrheit der Teilnehmenden der Kundgebung trug keine Maske. Ein 28-jĂ€hriger Teilnehmer wurde laut Polizei angehalten, ĂŒberprĂŒft und weggewiesen.

In Lausanne begann am Nachmittag ebenfalls eine bewilligte Kundgebung. Diese richtete sich gegen den seit dem 13. September vorgeschriebenen Einsatz des Covid-Zertifikats etwa in Restaurants, Bars und SportstÀtten.

In Lausanne zogen zwischen 800 und 1000 Personen gegen die Massnahmen durch die Strassen. Sie skandierten „Berset, Deine PĂ€sse wollen wir nicht“ und „LibertĂ©“. Das Covid-Zertifikat sei ein nazimĂ€ssiger Pass. Verschiedentlich wurde der RĂŒcktritt von Gesundheitsminister Alain Berset gefordert. Die bewilligte Kundgebung verlief friedlich. In Lugano folgten rund 400 Personen einem Aufruf der „Freunde der Verfassung“ zu einem Protestzug entlang der Seepromenade.

In Bern dagegen demonstrierten mehrere hundert Menschen fĂŒr SolidaritĂ€t und kritisierten die Massnahmen-Gegner scharf. Zur Demonstration aufgerufen hatte das neugegrĂŒndete „Solidarische BĂŒndnis Bern“, das in den nĂ€chsten Wochen aktiv bleiben will.

Das linke BĂŒndnis wollte ein Zeichen setzen gegen die aus seiner Sicht rechtsextrem geprĂ€gten Demonstrationen und AktivitĂ€ten der letzten Monate. Die Linke mĂŒsse eine eigene Antwort finden auf die aktuellen Massnahmen, die sowohl der pandemischen Lage Rechnung trĂŒgen als auch staats- und gesellschaftskritisch sein könnten.

(text:sda/bild:pixabay)