28 November 2023

Ehemaliger Seco-Ressortleiter zeigt vor Gericht Reue

Im Berufungsprozess vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona hat der angeklagte ehemalige Ressortleiter des Staatsseskretariats fĂŒr Wirtschaft (Seco) Reue gezeigt. Seine Taten seien „unnötig“ gewesen und hĂ€tten dem Seco geschadet.

Er sei nicht auf zusĂ€tzliche Gelder angewiesen gewesen, erklĂ€rte der ehemalige Bundesangestellte vor Gericht. „Es war dumm und verwerflich, dass ich mich da hineinziehen liess und Verfehlungen begangen habe.“

Auf die Frage, weshalb er wĂ€hrend so vieler Jahre delinquiert habe, sagte der heute 71-JĂ€hrige, er sei nicht geldgierig gewesen, es „habe sich einfach so ergeben“.

Die erste Kammer sah es als erwiesen an, dass der ehemalige Ressortleiter zwischen 2004 und 2013 AuftrĂ€ge fĂŒr GĂŒterbeschaffungen und Dienstleistungen im Informatikbereich freihĂ€ndig an von ihm bevorzugte Firmen vergab.

Als Gegenleistung soll der ehemalige Bundesbeamte Vorteile in Form von Einladungen, Sponsoring von AnlÀssen, Bargeld, Geschenken und anderem entgegengenommen haben. Er wurde im September 2021 der UrkundenfÀlschung im Amt, des Sich-bestechen-Lassens und der UrkundenfÀlschung schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

(text:sda/bild:unsplash)