Düstere Finanzaussichten für den Kanton Bern
Hier Nachhören
(03:13)
Die finanzpolitische Lage des Kantons Bern verschlechtert sich voraussichtlich in den nächsten Jahren. Im Budget 2027 ist zwar noch einen Ertragsüberschuss von knapp 270 Millionen Franken vorgesehen. Aber steigende Kosten bei Ergänzungsleistungen, im Gesundheitswesen und bei den Prämienverbilligungen sowie einen weiterhin hohen Investitionsbedarf üben einen grossen Druck auf die kantonalen Finanzen aus. Zudem sorgt die neue Besteuerung von Wohneigentum ab 2029 für weitere Einbussen.
Zwischen 2028 und 2030 rechnet der Regierungsrat mit einem jährlichen Aufwandüberschuss zwischen 230 und 340 Millionen Franken sowie einer jährlichen Neuverschuldung um die 600 Millionen Franken. Trotzdem will der Kanton Bern an seiner Steuersenkungspolitik festhalten. Ein Entlastungspaket sei ebenfalls nicht vorgesehen, erklärt die Finanzdirektorin Astrid Bärtschi an der heutigen Medienkonferenz. Der Regierungsrat fokussiert sich für den Moment auf das Budget 2027 und versucht ein strukturelles Defizit in den nächsten Jahren zu verhindern.
(text:jfe,jkä/symbolbild:pexels)