9 Februar 2021

Drogenumschlagplatz im Berner Oberland aufgedeckt

Nach umfangreichen Vorermittlungen in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei fedpol, hat die Kantonspolizei Bern Anfang Mai 2019 im Rahmen einer gezielten Aktion vier Personen in Haft genommen. Unter der Leitung der kantonalen Staatsanwaltschaft f√ľr besondere Aufgaben haben Ermittler der Kantonspolizei Bern in mehrmonatigen aufw√§ndigen Ermittlungen die Hintergr√ľnde des besagten Drogenhandels aufgekl√§rt. Ein Drogenumschlagplatz befand sich auch im Berner Oberland.

Im Nachgang zu den Anhaltungen im Mai 2019 und weiteren Folgeaktionen wurden insgesamt 16 Personen identifiziert, angehalten und wegen Widerhandlungen gegen das Bet√§ubungsmittelgesetz angezeigt. Davon wurden sieben Personen zwischenzeitlich in Untersuchungshaft genommen. Der 28-j√§hrige Hauptt√§ter befindet sich nach wie vor in Haft, w√§hrend der 37-j√§hrige Mitt√§ter sich bereits im vorzeitigen Strafvollzug befindet. Die √ľbrigen Beschuldigten befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuss. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie unter der F√ľhrung des Hauptt√§ters in den gross angelegten Handel mit Crystal Meth eingebunden waren und dabei verschiedene T√§tigkeiten und Rollen aus√ľbten.

Den zwei hauptbeschuldigten M√§nnern wird vorgeworfen, nebst den bereits anl√§sslich der gezielten Aktion von Anfang Mai 2019 sichergestellten drei Kilogramm Crystal Meth, zwischen 2017 und 2019 weitere mehr als zehn Kilogramm Crystal Meth in die Schweiz eingef√ľhrt und vertrieben zu haben. Die Bet√§ubungsmittel haben einen Marktwert in Millionenh√∂he. Die Ermittlungen ergaben, dass der 28-j√§hrige Hauptt√§ter das Crystal Meth √ľber das Darknet in Nordamerika bezog und zur Finanzierung mehrere Hunderttausend Franken Bargeld in Bitcoins wechselte. Die Pakete wurden folglich in den Kanton Solothurn geliefert und von dort aus weiter vertrieben.

Ein weiterer Umschlagplatz befand sich im Berner Oberland, wo das Crystal Meth zwischengelagert wurde. Beliefert wurden damit insbesondere Personen im Kanton Bern, aber auch in den Kantonen Freiburg, Neuenburg, Solothurn und Waadt. Nebst Crystal Meth wurde auch im geringeren Umfang mit Thaipillen und Marihuana gehandelt.

Die Beschuldigten werden sich alle wegen Widerhandlungen gegen das Bet√§ubungsmittelgesetz vor der Justiz verantworten m√ľssen. Zus√§tzlich wurden Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz √ľber Geldspiele, rechtswidriger Aufenthalt nach dem Ausl√§nder- und Integrationsgesetz, Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, sowie ein schwerer Fall von Geldw√§scherei zur Anzeige gebracht. Weitere Ermittlungen in Bezug auf die Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz √ľber Geldspiele werden durch die Eidgen√∂ssische Spielbankenkommission (ESBK) get√§tigt.

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