25 Juni 2022

Dritter Sieg f├╝r Nicole Reist nach dramatischer Schlussphase

Die Z├╝rcherin Nicole Reist gewinnt zum dritten Mal das „Race Across America“. Sie siegt nach einer dramatischen Schlussphase.

In der Nacht auf Samstag, kurz nach halb drei, hatte die Tortur ein Ende. Nach 10 Tagen, 4 Stunden und 13 Minuten, w├Ąhrend denen sie fast 5000 Kilometer und 55’000 H├Âhenmeter von der amerikanischen Westk├╝ste an die Ostk├╝ste zur├╝ckgelegt hatte, war Reist im Ziel.

Bis Donnerstag war das weltweit l├Ąngste Extrem-Radrennen f├╝r die am Sonntag 38-j├Ąhrig werdende Reist planm├Ąssig verlaufen, so gut, dass sie selbst vor allen m├Ąnnlichen Teilnehmern lag. Zwischenzeitlich hatte ihr Vorsprung ├╝ber 100 Kilometer betragen.

Doch gut 300 Kilometer vor dem Ziel war nicht nur der Traum von Gesamtsieg ausgetr├Ąumt, selbst die Beendigung des Rennens geriet in Gefahr. In den Appalachen, ihrem Lieblingsgebirge, st├╝rzte Reist und klagte danach ├╝ber extrem starke Schmerzen im Oberschenkel. Es dauerte rund vier Stunden, bis die Untersuchungen durch die Team├Ąrztin beendet waren und die Athletin wieder fit genug war f├╝r die Weiterfahrt.

Gleichwohl ├╝bernahm Reist noch einmal die Gesamtf├╝hrung, doch ein weiterer Sturz liess sie erneut hinter den schnellsten Mann, den Australier Allan Jefferson, zur├╝ckfallen. Sie war stillstehend zu Fall gekommen, weil sie wegen anhaltenden Schmerzen nicht rasch genug den Fuss aus dem einen Klickpedal brachte. Nach dem zweiten Zwischenfall konnte Reist das vorgesehene Tempo nicht mehr aufrechterhalten.

(text:sda/bild:unsplash)