12 Januar 2022

Djokovic ├Ąusserte sich in Australien erstmals selbst

Tennis-Profi Novak Djokovic hat sich am Mittwoch erstmals ausf├╝hrlich zu den Vorkommnissen rund um seine Einreise nach Australien ge├Ąussert.

Die 34 Jahre alte Nummer Eins der Weltrangliste bezog vor allem Stellung zu seinem positiven Coronatest im Dezember und den Vorw├╝rfen, er habe sich trotzdem in der ├ľffentlichkeit gezeigt und damit gegen die Bestimmungen in seinem Heimatland Serbien verstossen.

Nach Djokovics Angaben habe er am Tag vor einer Veranstaltung mit Kindern einen negativen Antigentest gemacht und aus reiner Vorsicht auch noch einen PCR-Test. „Ich hatte keine Symptome und f├╝hlte mich gut und ich erhielt die Nachricht des positiven PCR-Tests erst nach der Veranstaltung“, schrieb er.

Am folgenden Tag habe er ein lange vereinbartes Interview mit der franz├Âsischen Sportzeitung „L’Equipe“ gef├╝hrt. „Obwohl ich nach dem Interview nach Hause bin und mich f├╝r die vorgeschriebene Dauer in Isolation begeben habe, war das, nach genauerem Nachdenken, eine Fehleinsch├Ątzung und ich sehe ein, dass ich diese Verpflichtung h├Ątte verschieben sollen“, schrieb er.

Dass in seinem Einreiseformular f├Ąlschlicherweise angegeben wurde, er sei in den 14 Tagen vor seinem Flug nach Australien nicht gereist, bezeichnete Djokovic als menschlichen Fehler seines Agenten, der sicher nicht absichtlich geschehen sei.

Seine Mitarbeiter h├Ątten den australischen Beh├Ârden weitere Informationen zur Verf├╝gung gestellt, um in diesem Zusammenhang f├╝r Klarheit zu sorgen. Es sei ihm wichtig gewesen, all dies klarzustellen, aber er werde sich aus Respekt vor der australischen Regierung nicht weiter zu den Vorkommnissen ├Ąussern.

Auch die Mutter des Tennis-Weltranglisten-Ersten hat sich zu Wort gemeldet. Dijana Djokovic forderte die australische Regierung am Mittwoch auf, das Visum ihres Sohnes nicht noch in letzter Minute aufzuheben und ihn das Turnier spielen zu lassen. „Werfen Sie ihn nicht raus. Er ist kein Politiker, er ist ein Tennisspieler. Er ist kein Krimineller, er ist doch kein M├Ârder“, sagte sie dem Sender Channel 7.

Djokovic war in der vergangenen Woche die Einreise ins Land verweigert worden, weil er nicht gegen das Coronavirus geimpft ist und den Beh├Ârden die Dokumentation seiner medizinischen Ausnahmegenehmigung nicht ausreichte.

Weil die Grenzbeamten ihm allerdings nicht die vereinbarte Zeit zur Kl├Ąrung zugestanden hatten, wurde die Entscheidung im Laufe einer Gerichtsverhandlung am Montag gekippt. Der australische Einwanderungsminister hat sich vorbehalten, von seinem pers├Ânlichen Recht Gebrauch zu machen und Djokovics Visum dennoch ung├╝ltig zu machen. Diese Entscheidung steht noch aus.

(text:sda/bild:sda)