15 Juni 2026

Die SVP will, dass Eveline Salzmann ohne Stichwahl Thuner Stadtpräsidentin wird

Die SVP Thun plädiert für einen Verzicht auf die Stichwahl. Die SP und die Grünen sind damit jedoch nicht einverstanden.
Die SVP Thun schrieb gestern: „Die Thuner Wählerschaft hat am 14. Juni 2026 klar und deutlich entschieden.” Eveline Salzmann (Stadtpräsidium) und Valentin Borter (Gemeinderat) haben bei den Ersatz- und Ergänzungswahlen die besten Ergebnisse erzielt. Eveline Salzmann erreichte im Rennen um das Stadtpräsidium 7 446 Stimmen – das sind nahezu 3 000 Stimmen mehr als die zweitplatzierte Kandidatin. Auf Stufe Gemeinderat erzielte Valentin Borter mit 6 374 Stimmen ebenfalls das beste Resultat aller Kandidierenden. Für die SVP Thun sind diese Ergebnisse Ausdruck eines klaren Vertrauensvorschusses und gleichzeitig Auftrag der Wählerinnen und Wähler. Eine Stichwahl am 5. Juli 2026 würde an diesem Verdikt nichts ändern. Vielmehr würde eine finale Ausmarchung nur zusätzliche, unnötige Kosten verursachen sowie erhebliche personelle Ressourcen beanspruchen, ohne dass sich die Ausgangslage wesentlich verändert. Hinzu kommt, dass sich zu Sommerferienbeginn kaum noch ähnlich mobilisieren lässt wie am vergangenen Wochenende.
SP und die Grünen sehen dies anders. Da sich in beiden Fällen eine Kandidatin bzw. ein Kandidat zurückzieht, haben die Linken, wenn alle Stimmen auf eine Person fallen, aus ihrer Sicht die Mehrheit.
Der zweite Wahlgang würde am 5. Juli stattfinden. Um das Stadtpräsidium käme es zur Wahl zwischen der Eveline Salzmann von der SVP und der Andrea de Meron von den Grünen. Beim Gemeinderatsitz würde der SVP-Kandidat Valentin Borter gegen den SP-Kandidaten Claudius Domeyer antreten.

(text:awe/bild:zvg-stadt-thun)