9 Mai 2021

Erneut WM-Gold f├╝r Schweizer Curlerinnen

Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni verteidigen an der Weltmeisterschaft in Calgary ihren 2019 gewonnen WM-Titel mit Erfolg und Bravour. Im Final besiegen sie das von Alina Kowalewa angef├╝hrte Team Russland 4:2.

Die Schweizerinnen waren an der ganzen WM mit nur einer Niederlage in 15 Partien das mit Abstand st├Ąrkste der 14 Teams. Auch alle ├╝brigen statistischen Auswertungen sprechen f├╝r sie und unterstreichen ihre grossartigen Leistungen ├╝ber die zehn Wettkampftage.

Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina P├Ątz vom CC Aarau setzen nicht nur ihre eigene Erfolgsgeschichte fort, sondern auch die des Schweizer Frauencurlings generell. Seit 2012, seit dem Triumph des Davoser Teams um Skip Mirjam Ott im kanadischen Lethbridge, haben die Schweizerinnen den besten Teams der anderen grossen Curling-Nationen wie Kanada, Schweden und Schottland nur drei WM-Titel ├╝berlassen. Die ├╝brigen sechs haben sie f├╝r sich behalten. Die sechs WM-Titel teilen sich auf vier Teams auf. Davos (Mirjam Ott, 2012) und Baden Regio (Alina P├Ątz, 2015) gewannen einmal, Flims (Binia Feltscher, 2014 und 2016) und Aarau (Silvana Tirinzoni, 2019 und 2021) je zweimal. Alina P├Ątz wurde demnach schon dreimal als Nummer 4 im Team Weltmeisterin. 2020 wurde infolge der Pandemie keine WM ausgetragen.

Es gibt verschiedene Kennzahlen, die belegen, welch ausserordentliche Leistung die Schweizerinnen am ganzen WM-Turnier erbracht haben. Da sind einmal die von den geschulten Beobachtern erhobenen Erfolgsquoten, die Prozentwerte an gelungenen Steinen. Jede Schweizerin war auf ihrer Position die Beste unter den jeweils 14 Spielerinnen. Dass die Schweizerinnen die entsprechende inoffizielle Teamwertung f├╝r sich entschieden, ergibt sich von selbst.

Bei ihren insgesamt 14 Siegen wurden die Schweizerinnen nur gerade dreimal – in den Round-Robin-Spielen gegen Schottland und gegen die USA sowie im Final – ├╝ber die volle Distanz von zehn Ends gefordert. In den ├╝brigen elf Spielen gaben die Gegnerinnen sp├Ątestens nach dem 9. End auf, oft auch vorher.

Die Schweizerinnen spielten im ganzen Turnier 127 Ends. In 126 davon erm├Âglichten sie es den Gegnerinnen nicht, drei Steine (Dreierhaus) oder mehr zu schreiben. Das zeugt davon, welch hohen Druck sie auf die jeweiligen Gegnerinnen aus├╝ben konnten.

(text:sda/bild:sda)