SAB fordert Umgang mit Wasser neu aufzugleisen
Der Sommer 2026 war geprägt von einer lang anhaltenden Hitzewelle und Trockenheit. Aus Sicht der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB gilt es nun, daraus die Lehren zu ziehen und insbesondere den Umgang mit der Ressource Wasser neu aufzugleisen.
Durch das Abschmelzen der Gletscher und den verringerten Schneefall im Winter nimmt die Wasserverfügbarkeit im Jahresverlauf ab. Das kontrastiert mit steigenden Nutzungsansprüchen für Trinkwasser, Löschwasser, für die Landwirtschaft, für die künstliche Beschneiung und die Energieproduktion. Gefordert sind deshalb neue Ansätze für den Umgang mit der Ressource Wasser. So muss eine Wasserstrategie aufzeigen, wer welche Nutzungsansprüche hat und Nutzungskonflikte bereits vorgängig möglichst klären, erklärt der SAB Direktor Thomas Egger gegenüber Radio BeO. So kann etwa auch geklärt werden, wann ein Hotelpool mit Wasser gefüllt werden darf, was besonders in touristischen Gebieten wichtig ist.
Angesichts der reduzierten Wasserverfügbarkeit brauche es nach Egger auch vermehrt multifunktionale Wasserspeicher. Diese müssen rasch und unkompliziert erstellt werden können, was eine erhebliche Beschleunigung der Bewilligungsverfahren erfordert.
Mittlerweile arbeiten viele Kantone an einer Wasserstrategie und auch beim Bund ist nun mehr Bewegung hinzugekommen: Eine nationale Wasserstrategie soll bis Ende 2027 stehen.
(text:pd&chl/bild:unsplash)