16 Januar 2026

Die Misere von Bern und Zug hält an

Der SC Bern versagt zuhause ein weiteres Mal, Zug rutscht tiefer in die Krise, dafür beendet Lausanne seine Niederlagenserie. Das sind die Fakten zu den fünf National-League-Spielen vom Freitag.

Der SC Bern weist in dieser Saison eine Menge Baustellen auf, keine ist aber so gross wie die offensive Impotenz in der Heimarena. Beim 1:4 gegen Lugano waren die Berner auf bestem Weg, im dritten Spiel in Folge ohne eigenen Torerfolg zu bleiben. Erst in der Schlussphase beendete Victor Ejdsell eine Torflaute von 187 Minuten. Da stand es aber bereits 0:4, und die dritte Heimniederlage seit dem Jahreswechsel war nicht mehr abzuwenden. Angesichts dieser eklatanten Torflaute waren die zwei Treffer von Luca Fazzini und Connor Carrick im ersten Drittel bereits eine Vorentscheidung. Nicht mal das Schlusslicht Ajoie hat im heimischen Stadion weniger Goals erzielt als der SC Bern.

Beim EVZ geht nichts mehr. Was als ideales Spiel für einen Kurswechsel aussah, wurde zur Blamage. Mit 2:4 verloren die Zuger zum zweiten Mal in dieser Saison gegen das Schlusslicht Ajoie – und das trotz früher Führung durchaus nicht unverdient. Den Siegtreffer zum 3:2 erzielte Julius Nättinen eine Sekunde vor dem Ende des Mitteldrittels, Anttoni Honka sorgte drei Minuten vor Schluss in Überzahl für die Entscheidung. Der Champions-League-Halbfinalist Zug befindet sich derzeit im freien Fall. Nach der siebten Niederlage in Folge datiert der letzte Sieg für das Team von Jungtrainer Michael Liniger von vor Weihnachten.

Mit einem 7:0 gegen Zug war Lausanne ins neue Jahr gestartet, danach folgten aber fünf Niederlagen in Folge. In Kloten vermied man eine weitere dank dem Treffer des Schweden Erik Brännström nach 94 Sekunden in der Verlängerung. Der Olympiafahrer Damien Riat hatte den Playoff-Finalisten der letzten zwei Jahre zu Beginn des Schlussdrittels ein erstes Mal in Führung gebracht, Tyler Morley hatte aber wenig später ausgeglichen und Kloten in die Overtime gebracht. In der neunten Zusatzschicht in dieser Saison gingen die Zürcher Unterländer zum siebten Mal als Verlierer vom Eis – auch dies ein Grund für die Platzierung im drittletzten Rang.

Nach zuletzt sieben Siege in Folge verliert auch Servette zum ersten Mal in diesem Kalenderjahr. In Langnau verloren die Genfer 3:0, die SCL Tigers sind damit 2026 zuhause noch ungeschlagen und verbesserten ihre Chancen, das Play-In um die letzten beiden Playoff-Plätze zu erreichen. Der schwedische Topskorer Andre Petersson traf früh im Mitteldrittel zur Führung, der finnische Verteidiger Santtu Kinnunen erhöhte zu Beginn des letzten Abschnitts, der künftige SCB-Stürmer Dario Rohrbach sorgte mit dem 3: für die Entscheidung und Luca Boltshauser parierte für seinen zweiten Shutout in dieser Saison nicht weniger als 40 Schüsse.

Zweimal der überragende Nationalstürmer Denis Malgin und der Lette Rudolfs Balcers mit der Siegsicherung in Überzahl sorgten für einen 3:1-Erfolg der ZSC Lions in Rapperswil-Jona. Mit ihrem fünften Sieg in Folge festigte der Meister er letzten zwei Jahre in einer bisher sehr durchzogenen Saison seinen Platz in den Top 6, die zur direkten Playoff-Qualifikation berechtigt. Der Abstand auf die siebtplatzierten Lakers beträgt neu sieben Punkte.

(text:sda/bild:keystone)