4 September 2023

Die Berner Wald- und Holzbranche prophezeit eine gem├Ąssigte Marktentwicklung

Die Wald und Holzbranche blickt auf zwei ├╝berdurchschnittlich starke Marktjahre zur├╝ck. Schweizer Holz wurde konkurrenzf├Ąhig, die Waldeigent├╝mer erhielten endlich einen vertretbaren Preis f├╝r den wertvollen Rohstoff Holz und die Auftragsb├╝cher der Betriebe in der Holzkette waren gut gef├╝llt. Nun ist ein R├╝ckgang sp├╝rbar, die Offertanfragen lassen nach. Ausgenommen ist die Energieholznachfrage: Diese verbleibt auf konstant hohem Niveau.

Die Bauwirtschaft Europas steht vor herausfordernden Zeiten. Der Konjunktureinbruch in Europa aufgrund vom UkraineKrieg sowie die Inflation wirken sich nun auch auf die Schweiz aus. Der Trend zum Wohnungsneubau, was auch den M├Âbel und Innenausbaubereich betrifft, schw├Ąchelt bereits sp├╝rbar auch im Kanton Bern. Die Baukostensteigerung, das versch├Ąrfte Zinsumfeld und das mangelnde Konsumentenvertrauen zeigen ihre Wirkung. Energetische Sanierungen und Umbauten k├Ânnen aber einen Teil davon abfedern.

Das f├╝r die Waldbesitzenden notwendige Holzpreisniveau der letzten beiden Jahre kann f├╝r die kommende Saison leider bei den meisten Sortimenten nicht gehalten werden. Dies stellt gerade im schwierigen Gel├Ąnde die Ausf├╝hrung von dringend n├Âtigen Holzschl├Ągen aus wirtschaftlichen Gr├╝nden wieder in Frage. K├╝nftige Fachkr├Ąfte setzen vermehrt auf die Wald und Holzbranche. Sehr positiv stimmt die Branche aber die Tatsache, dass im September gegen siebzig Studierende den BachelorStudiengang der Berner Fachhochschule im Fachbereich Holz starten. Auch die Anzahl der Lehrverh├Ąltnisse der k├╝nftigen Schreinerinnen und Schreiner zeigt einen Aufw├Ąrtstrend. Diese k├╝nftigen Fachleute sind f├╝r die Branche entscheidend, um den Herausforderungen der Zukunft gest├Ąrkt begegnen zu k├Ânnen. Denn Holz liegt nach wie vor im Trend. Holz ist der einzig wahre ├ľkobaustoff, der dem Anspruch der Kreislaufwirtschaft seit Jahrtausenden gerecht wird.

(text:pd/bild:zvg)