13 Mai 2023

Deutsche Bahn geht juristisch gegen 50-Stunden-Warnstreik vor

Die Deutsche Bahn versucht, den 50-Stunden-Warnstreik auf der Schiene noch juristisch zu stoppen. Der Konzern teilte am Samstagmorgen mit, dass er einen entsprechenden Eilantrag beim Arbeitsgericht in Frankfurt am Main eingereicht habe.

„Dieser Schritt ist im Interesse der Kundinnen und Kunden jetzt geboten“, teilte die DB mit. Der Eilantrag sei eingegangen, best├Ątigte das Gericht der Deutschen Presse-Agentur. Die Verhandlung beginne um 12.00 Uhr.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will ab Sonntagabend, 22.00 Uhr, mit dem dritten Warnstreik bei der Bahn im laufenden Jahr erneut den Verkehr auf der Schiene lahmlegen. Die Deutsche Bahn entschied kurz nach der Ank├╝ndigung, dass sie f├╝r den Zeitraum des Ausstands den Fernverkehr komplett einstellen wird. Auch im Regional- und G├╝terverkehr wird zwischen Sonntagabend, 22.00 Uhr, und Dienstagabend, 24.00 Uhr, voraussichtlich kaum ein Zug fahren.

W├Ąhrend des zweit├Ągigen Warnstreiks in Deutschland verkehren die SBB-Z├╝ge nur bis zur Grenze. Von Sonntagabend bis Dienstagnacht kehrten die sonst grenz├╝berschreitenden Z├╝ge dort um, wie die SBB am Freitag mitteilten.

Die EVG und 50 Bahn-Unternehmen streiten seit Ende Februar ├╝ber neue Tarifvertr├Ąge, die Verhandlungen stocken. Die Deutsche Bahn bezeichnete den angek├╝ndigten Warnstreik am Samstagmorgen als „unverh├Ąltnism├Ąssig“, er sch├Ądige Kundinnen und Kunden sowie unbeteiligte Dritte.

Da die EVG auch Besch├Ąftigte in Stellwerken zur Arbeitsniederlegung aufgerufen hat, werden absehbar auch Bahn-Unternehmen getroffen, die derzeit gar nicht mit der EVG verhandeln.

(text&bild:sda)