23 Mai 2023

Derzeit rund 2500 Beschwerdef├╝hrende wegen CS-Anleihenausfall

Die Wertloserkl├Ąrung der AT1-Anleihen der Credit Suisse durch die Finanzmarktaufsicht Finma im Rahmen der Notrettung der Grossbank hat zu Beschwerden im Namen von Tausenden von Besitzern solcher Bonds gef├╝hrt. Beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen sind bis anhin rund 230 Beschwerden im Namen von insgesamt 2500 Beschwerdef├╝hrenden eingegangen.

Bei einem grossen Teil der eingegangenen Beschwerden handle es sich um Sammelbeschwerden, die teilweise mehrere hundert Beschwerdef├╝hrende umfassten, sagte ein Sprecher des Bundesverwaltungsgerichts am Dienstag auf AWP-Anfrage zu einer entsprechenden Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Alleine die international t├Ątige Kanzlei Quinn Emanuel hatte Anfang Monat erkl├Ąrt, dass sie mehr als 1000 Anleihengl├Ąubiger vertrete. Welches Volumen an AT1-Anleihen die Beschwerdef├╝hrer vertr├Ąten, konnte der Sprecher nicht sagen.

Die Finma hatte in einer Verf├╝gung vom 19. M├Ąrz die Credit Suisse angewiesen, im Rahmen der Not├╝bernahme der angeschlagenen Bank durch die UBS die hoch verzinsten AT1-Anleihen im Gesamtwert rund 16 Milliarden Franken vollst├Ąndig abzuschreiben und zu l├Âschen. Mit der Hilfestellung der ├Âffentlichen Hand sei ein ausl├Âsendes Ereignis („Viability Event“) eingetreten, das ein solches Vorgehen rechtfertige. In ihrer Verf├╝gung, die inzwischen in mehreren Medien publiziert wurde, verweist die Beh├Ârde dabei insbesondere auf die Inanspruchnahme von Liquidit├Ątshilfe-Darlehen mit Ausfallgarantie des Bundes durch die CS.

(text:sda/bild:sda)