29 November 2023

Der November bringt doppelt so viel Regen wie im Durchschnitt

Das Gef├╝hl hat nicht get├Ąuscht: In den meisten Gebieten der Schweiz ist vom 1. bis am 25. November fast t├Ąglich Niederschlag gefallen. Der regenreiche Monat beendete einen der w├Ąrmsten Herbste seit Messbeginn.

In der Westschweiz sowie im zentralen und ├Âstlichen Mittelland fiel bereits bis zur Monatsmitte zum Teil doppelt so viel Regen wie sonst w├Ąhrend des ganzen Monats, wie Meteoschweiz am Mittwoch mitteilte.

Bis zum Ende des Monats erreichten die Regenmengen auf der Alpennordseite mancherorts deutlich ├╝ber 200 Prozent, lokal sogar mehr als 300 Prozent der Monatsnorm vom 1991-2020. Gewisse Gebiete in der Region Schaffhausen verzeichneten sogar den nassesten November seit Messbeginn.

Einen H├Âhepunkt erreichten die Regenf├Ąlle Mitte Monat: Vom 12. bis am 15. November fiel vereinzelt so viel Regen, wie er nur alle 10 bis 25 Jahre zu erwarten ist. Auf der Alpennordseite und im Wallis gab es in diesem drei Tagen Niederschlagsmengen zwischen 60 und 90 Milliliter, im Osten sogar zwischen 100 und 150 Milliliter und auf dem S├Ąntis 219 Milliliter.

Im allgemeinen seien auf der Alpennordseite derartige Niederschlagsmengen aber nicht ungew├Âhnlich und alle ein bis drei Jahre zu erwarten. Im S├╝den und in einem gr├Âsseren Teil des Kantons Graub├╝nden regnete es im November gar unterdurchschnittlich wenig.

Auch die November-Temperaturen lagen im Bereich der Norm. Doch der gesamte Herbst 2023 war an mehreren Messstandorten n├Ârdlich der Alpen der W├Ąrmste seit Messbeginn 1864. So lagen zum Beispiel in Genf die Temperaturen von September bis November 2,4 Grad ├╝ber der Norm von 1991-2020.

Grund daf├╝r waren Rekorde bei der Anzahl gemessener Sonnenstunden: 477 in Genf (bisheriger Rekord: 470) oder 476 in Neuenburg (bisher: 470). Auch Luzern erlebte den sonnigsten Herbst seit Messbeginn mit 436 Sonnenstunden (bisher: unter 400).

Der warme Herbst und das Ausbleiben von k├╝hlen N├Ąchten f├╝hrte auch dazu, dass die Laubb├Ąume in diesem Jahr aussergew├Âhnlich lange gr├╝n blieben. Gem├Ąss Meteoschweiz fand die Blattverf├Ąrbung sieben bis 12 Tage sp├Ąter statt als im Mittel von 1991-2020. Bei der Buche war es demnach sogar einer der drei sp├Ątesten seit Beginn der Beobachtungen in den 50er-Jahren.

(text:sda/bild:keystone)