21 April 2023

Der n├Ąchste Umsturz beim SC Bern

Neuerlicher Umsturz beim SC Bern: Der National-League-Klub trennt sich von CEO Raeto Raffainer. Die operative Leitung ├╝bernimmt per sofort wieder Marc L├╝thi.

Erst 13 Monate ist es her, da standen der damalige CEO Marc L├╝thi und sein designierter Nachfolger Raeto Raffainer anl├Ąsslich einer SCB-Medienkonferenz im Zentrum und strahlten um die Wette. L├╝thi, der den Klub 1998 ├╝bernommen hatte, wollte auch aus gesundheitlichen Gr├╝nden k├╝rzertreten und gab die Gesch├Ąftsf├╝hrung per Ende August ab.

An die Stelle des Berners, der auf die strategische Ebene und zum Verwaltungsratspr├Ąsident der SCB Eishockey aufstieg, wurde vom Verwaltungsrat Raffainer ernannt. Der Engadiner war erst ein Jahr zuvor vom HC Davos als Sportdirektor zum 16-fachen Schweizer Meister gestossen.

Nach nur einer Saison, die mit dem Ausscheiden der Stadtberner im Playoff-Viertelfinal gegen den EHC Biel endete, sind diese personellen Entscheide bereits wieder komplett ├╝berholt. „Raeto Raffainers strategische Ausrichtung ist nicht deckungsgleich mit den Vorstellungen des Verwaltungsrats“, l├Ąsst sich Marc L├╝thi in einem SCB-Communiqu├ę zitieren.

„├ťberrascht“ und „entt├Ąuscht“ vom Entscheid des Verwaltungsrats zeigte sich Raeto Raffainer. Er sei keiner, der sich der Verantwortung entziehe. „Ich bin ├╝berzeugt, dass wir mit dem eingeschlagenen Weg und kontinuierlicher Arbeit die Organisation wieder gewinnbringend aufgestellt und den sportlichen Turnaround geschafft h├Ątten.“

In einer seiner ersten Amtshandlungen wird sich der neue alte Chef L├╝thi darum k├╝mmern m├╝ssen, wer neuer SCB-Trainer werden soll. Erst vor gut zwei Wochen hatten sich der Klub und der Finne Toni S├Âderholm auf die Trennung geeignet.

(text&bild:sda)