7 April 2022

HC Davos schafft Sensation

F├╝r den HC Davos geht die Reise in den Playoffs weiter. Wie geht es weiter, Andres Amb├╝hl? „Geschwind geniessen! Und dann sofort weiter – und gegen Zug von Anfang an parat sein.“

Wenn Andres Amb├╝hl sagt, in den Halbfinals gegen Zug m├╝sse sein Team ab Freitag bereit sein, dann r├Ąumt er gleichzeitig ein, dass der HCD in den Viertelfinals gegen die Lakers nicht von Anfang an auf der H├Âhe gewesen ist. Aber mit vier Siegen hintereinander (2:0, 3:2 n.V., 7:3, 3:1) gelang die Wende.

Wann realisierten die Davoser, dass diese seltene Wende vom 0:3 in der Serie zum 4:3 m├Âglich ist? Amb├╝hl: „Als wir am Samstag hier unten (in Rapperswil) drei Minuten vor Schluss 0:2 hinten lagen, fast schon ausgeschieden waren, dann irgendwie in die Verl├Ąngerung kamen und die auch noch gewannen – da sp├╝rten wir schon, dass das Gl├╝ck auf unsere Seite gewechselt hat.“

Vor diesem Spiel 5 hatte Davos H├Ąrte in die Serie gebracht. Nach dem Sieg in Spiel 5 wurde Davos aber prim├Ąr viel besser. Das sechste Spiel in Davos dominierten die B├╝ndner (7:3-Sieg), in der „Belle“ in Rapperswil agierten die Davoser ├Ąusserst abgekl├Ąrt und clever. F├╝r die Ruhe im hektischsten Moment steht Amb├╝hl, der 38-j├Ąhrige Captain. Amb├╝hl spielte bereits sein zehntes „Game 7“ – stets siegte sein Team.

In der letzten Woche schaffte das neuste Davoser Hockey-Wunder mehrere Helden. Einer davon: Goalie Sandro Aeschlimann. Der Keeper wurde in den ersten drei Spielen viel kritisiert, selbst vom eigenen Trainer, fand danach aber zu seiner Topform zur├╝ck. Wurmte ihn die Kritik aus den eigenen Reihen? Aeschlimann: „Nein! Die Kritik war ja berechtigt. Ich war in den ersten Spielen nicht gut.“ Aeschlimann bestreitet diese Saison seine ersten Playoffs, wie andere Spieler startete er nerv├Âs in die Serie.

Ein anderer Held war Simon Knak, der im siebten Spiel die entscheidenden Goals zum 2:0 und 3:0 erzielte. „Nat├╝rlich legten wir die Basis im f├╝nften Spiel (3:2 nach Verl├Ąngerung). Danach war das Momentum auf unserer Seite. Und den Schwung vom 7:3-Sieg in Davos konnten wir nach Rapperswil mitnehmen. Wichtig war: Wir glaubten immer an uns. Und jetzt feierten wir in Rapperswil ganz kurz. Aber nach diesem kurzen Durchschnaufen begann sofort die Vorbereitung auf den Freitag. Wir werden parat sein.“

Aber reichen f├╝r die Halbfinalserie gegen Zug die Kraftreserven? – zumal der Gegner sich eine Woche lang erholen konnte? Verteidiger Sven Jung: „Das mit der Kraft in den Playoffs ist so eine Sache… Nat├╝rlich kostet eine Serie ├╝ber sieben Spiele Substanz. Aber solange das Team gewinnt, sp├╝rt man diese M├╝digkeit nicht.“

(text:pd/bild:unsplash)