9 September 2026

Lichtsteiner muss FC Basel verlassen

Der FC Basel trennt sich nach gut sieben Monaten bereits wieder von Stephan Lichtsteiner. Der 42-jährige Luzerner habe die Mannschaft nicht so weiterentwickelt wie erhofft, heisst es in der Mitteilung des Super-League-Klubs.

Es war ein gewagter Wechsel, den der FC Basel im letzten Januar auf dem Trainerposten vollzog. Der von Spielern und speziell auch von Xherdan Shaqiri geschätzte Ludovic Magnin musste nach einem zwiespältigen, aber nicht katastrophalen halben Jahr gehen. Dafür kam mit Stephan Lichtsteiner ein noch grösserer Name. Erfahrungen als Cheftrainer auf höchstem Niveau brachte der langjährige Captain der Schweizer Nationalmannschaft aber keine mit.

Der Druck, der auf Lichtsteiner lastete, war von Saisonbeginn an gross. Selbst die ansprechenden Resultate bis Ende August brachten für den Coach keine Entlastung. Er hatte sich selber mit einigen unglücklichen Aussagen, einer manchmal schwierigen Körpersprache und diskutablen personellen Entscheiden in eine schwierige Situation gebracht, aus der ihn herausragende Resultate hätten befreien können. Diese blieben aus. Im Gegenteil: Zuletzt gab es innerhalb von drei Tagen zwei Heimniederlagen nach Führungen: 1:3 gegen Lugano und 1:2 gegen Sion.

Die geforderte Aufwärtstendenz blieb also aus, wie David Degen festhält. Vor allem fehlte dem FCB-Boss und der restlichen sportlichen Führung im Klub der Glaube daran, dass sich alles „innert nützlicher Frist“ zum Besseren wendet. „Es tut mir auch persönlich sehr leid, dass unser gemeinsames Vorhaben nicht die gewünschte positive Entwicklung nahm.“

(text:sda/bild:keystone)