13 MĂ€rz 2024

DĂ€nemark will Wehrpflicht auf Frauen ausweiten

DĂ€nemark will im kommenden Jahr das Zwei-Prozent-Ziel fĂŒr alle Nato-Mitglieder erreichen. Das skandinavische Land wird dann 2,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Verteidigung stecken.

Das teilte die dĂ€nische MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen am Mittwoch mit. Die deutliche Erhöhung werde beschleunigte Investitionen in militĂ€rische FĂ€higkeiten, eine VerschĂ€rfung der Wehrpflicht und die weitere militĂ€rische UnterstĂŒtzung der Ukraine ermöglichen. Im vergangenen Jahr gab DĂ€nemark rund 1,4 Prozent der Wirtschaftsleistung fĂŒr seine eigene Verteidigung aus, wĂ€hrend rund 0,6 Prozent zur UnterstĂŒtzung der Ukraine verwendet wurden.

„Wir bewaffnen uns, um einen Krieg zu vermeiden“, sagte Frederiksen auf der Pressekonferenz. Die zusĂ€tzlichen Milliarden fĂŒr die dĂ€nische Verteidigung werden unter anderem fĂŒr den geplanten Aufbau der ersten dĂ€nischen Brigade fĂŒr die Nato-Notfalltruppen verwendet. Diese Brigade muss in der Lage sein, bis zu 6000 Soldaten zu stellen, die Teil der Nato-StreitkrĂ€fte in hoher Alarmbereitschaft sein können, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Der Aufbau der Brigade hat sich seit vielen Jahren verzögert.

Zudem ist eine VerschÀrfung der Wehrpflicht geplant. Die Regierung schlÀgt vor, die Wehrpflicht von 4 auf 11 Monate zu verlÀngern und eine vollstÀndige Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen.

(text:sda/bild:keystone)