1 November 2021

Schlechte Brotgetreideernte – Mehlpreis steigt

Der Dachverband Schweizerischer M├╝ller (DSM) schl├Ągt Alarm: Weil 2021 aufgrund des Wetters rund ein Drittel weniger Getreide f├╝r Brot zur Verf├╝gung steht, d├╝rften die Preise bald in die H├Âhe schiessen.

Die Ernte in diesem Jahr sei von den aussergew├Âhnlichen Witterungsverh├Ąltnissen im Fr├╝hling und Hagelsch├Ąden im Sommer stark beeinflusst gewesen, teilte der Verband am Montag mit. In Anlehnung an eine Erhebung der Branchenorganisation Swiss Granum zur Brotgetreideernte 2021 rechne man noch mit gut 300’000 Tonnen Brotgetreide und damit mit rund 31 Prozent weniger Ernte als im Vorjahr.

Das Getreide f├╝r Brote und andere Backwaren sei zudem von geringerer Qualit├Ąt als in normalen Jahren: „Aufgrund der Wetterbedingungen und der teils sehr sp├Ąten Ernte kam es verbreitet zu Auswuchs“, schreibt der DSM.

Gemeint ist damit, dass die Getreidek├Ârner teilweise bereits keimen, was die Qualit├Ąt negativ beeinflusse. „Die Qualit├Ątsparameter der diesj├Ąhrigen Ernte liegen allesamt deutlich unter dem F├╝nf-Jahres-Schnitt“, heisst es dann auch.

In Kombination mit den in den letzten Wochen bereits stark angestiegenen Getreidepreisen habe dies einen Kostenschub f├╝r die M├╝llereibranche zur Folge. Konkret d├╝rfte dieser Kostenanstieg gegen├╝ber dem letzten Jahr im Schnitt f├╝r eine Schweizer M├╝hle zwischen 10 und 12 Prozent betragen.

Die Durchschnittspreise an der internationalen Terminb├Ârse MATIF seien zudem seit Anfang Juli 2021 um 35 Prozent gestiegen. Die h├Âheren Preise d├╝rften laut dem DSM daher bald auch an der Verkaufstheke in den B├Ąckereien sp├╝rbar werden, heisst es weiter.

(text:sda/bild:keystone)