17 März 2026

Cyberangriff auf Gemeinde Matten

Am Wochenende vom 14. und 15. März 2026 wurde die ICT-Infrastruktur der Gemeindeverwaltung Matten Ziel eines Cyberangriffs. Das teilt die Gemeinde am Dienstag mit. Dank raschem Handeln und umfassenden Sicherheitsmassnahmen der Betrieb aber aufrechterhalten und ein Datenabfluss verhindert werden können.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls seien externe Fachpersonen beigezogen worden, um die betroffenen Systeme wiederherzustellen, den Angriff forensisch zu analysieren und mögliche Spuren zu sichern. Zudem sei die Kantonspolizei Bern informiert und eine Anzeige gegen Unbekannt eingereicht worden.

Die bisherigen Analysen würden zeigen, dass nach aktuellem Kenntnisstand keine Daten aus den Systemen der Gemeindeverwaltung Matten entwendet wurden, heisst es in der Mitteilung weiter. Zwar seien einzelne Daten verschlüsselt worden, diese hätten jedoch vollständig wiederhergestellt werden können. Zudem seien bislang keine Daten der Gemeinde Matten veröffentlicht worden.

Der Verwaltungsbetrieb sei während des gesamten Vorfalls gewährleistet gewesen und Gemeindeverwaltung zu den regulären Öffnungszeiten telefonisch sowie am Schalter erreichbar geblieben.

Besonders schützenswerte Systeme, darunter etwa die Einwohner- und Fremdenkontrolle, das Geschäftsverwaltungssystem sowie die Finanzsysteme, seien nach heutigem Kenntnisstand zu keinem Zeitpunkt vom Angriff betroffen gewesen, beteuert die Gemeinde.

Zur weiteren Stärkung der Sicherheit seien zusätzliche technische und organisatorische Massnahmen, insbesondere die Härtung der ICT-Systeme, umgesetzt worden. Ergänzend würden die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden im Bereich Cybersicherheit kontinuierlich weitergeführt. Abgesehen vom entstandenen Reputationsschaden und dem Aufwand für die Wiederherstellung der Systeme seien derzeit keine weiteren Schäden festzustellen.

(text:pd,csc/bild:unsplash)