27 Oktober 2022

CS-Abbau trifft Schweizer Personal

Der Personalabbau bei der Credit Suisse trifft auch die Angestellten in der Schweiz. Der Personalbestand hierzulande d├╝rfte sich ├╝ber die n├Ąchsten drei Jahre um rund 2000 auf etwa 14’000 Angestellte verringern.

Das sagte VR-Pr├Ąsident Axel Lehmann in einem Interview. Der Schweizerische Bankenpersonalverband (SBPV) verlangt nun mehr Klarheit ├╝ber die Pl├Ąne in der Schweiz.

So sei es noch v├Âllig unklar, wie stark die erfolgreiche Schweizer Division und die hiesigen Konzernfunktionen betroffen seien, heisst es in einer Stellungnahme des SBPV vom Donnerstag. CEO Ulrich K├Ârner habe eine „starke Schweizer Bank“ als „Kern“ der neuausgerichteten Credit Suisse Group bezeichnet. Auch f├╝r den SBPV gelte: Das rentable Schweizer Gesch├Ąft sei zu st├Ąrken.

Die Grossbank hatte am Morgen mitgeteilt, dass die Restrukturierung zum Abbau von 2700 Stellen oder von 5 Prozent der Besch├Ąftigten bereits im Verlauf des vierten Quartals 2022 f├╝hren wird. Ende 2025 soll die Gruppe dann noch rund 43’000 Angestellte haben, rund 9000 weniger als noch derzeit. „Wir werden das prim├Ąr ├╝ber nat├╝rliche Fluktuationen machen und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erlauben, innerhalb des Unternehmens neue Positionen zu suchen“, sagte Lehmann in einem Interview mit SRF.

Sollte die Credit Suisse in der Schweiz Stellen abbauen, so m├╝sse sie ihre Verantwortung gegen├╝ber den Mitarbeitenden in der Schweiz wahrnehmen, fordert der Personalverband seinerseits: „Der bestehende und gute Sozialplan ist umzusetzen, damit der Stellenabbau zu m├Âglichst wenig Schaden f├╝hrt.“

Zudem m├╝sse die „alte Garde um alt-Verwaltungsratspr├Ąsident Urs Rohner“ Verantwortung f├╝r die „verfehlte Gesch├Ąftspolitik der vergangenen Jahre“ ├╝bernehmen: „Sie hat die Credit Suisse in diese verheerende Situation man├Âvriert und sollte zumindest den Anstand haben, ihre Boni zur├╝ckzuzahlen“, so der SBPV.

(text:sda/bild:pixabay)