13 April 2026

Crans-Montanas Gemeindepräsident verhört

Am Montag wurde der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe vom 1. Januar erstmals von der Staatsanwaltschaft befragt. Er ist der achte von insgesamt neun Beschuldigten in diesem Fall. Féraud hatte bereits am 6. Januar schwere Versäumnisse eingeräumt, doch die Anhörung verzögerte sich um mehr als drei Monate. Opferanwalt Sébastien Fanti sagte zur Befragung, diese passiere „endlich”.

Féraud werden fahrlässige Tötung, Körperverletzung und Brandstiftung vorgeworfen. Der verheerende Brand in der Bar „Le Constellation” forderte 41 Todesopfer und 115 Verletzte. Nach der Tragödie gab die Gemeinde zu, dass seit 2019 keine Kontrollen in der Bar mehr durchgeführt worden waren. Féraud hatte dies mit „keinen Erklärungen” begründet und später in einem Interview Verantwortung übernommen.

Die Anhörung soll nun klären, welche Entscheidungen auf Gemeindeebene getroffen wurden und wer für die versäumten Sicherheitsmassnahmen verantwortlich ist. Weitere Anhörungen, unter anderem des Barbetreibers und des ehemaligen Brandschutzverantwortlichen, haben bereits stattgefunden.

(text:sda/bild:keystone)