30 Mai 2023

Containersiedlung f√ľr Asylsuchende geplant

Das Staatssekretariat f√ľr Migration (SEM) rechnet mit einer stark steigenden Zahl von Asylgesuchen in den n√§chsten Monaten. Um sicherzustellen, dass alle Asylsuchenden in den Bundesstrukturen aufgenommen und untergebracht werden k√∂nnen, plant das SEM zus√§tzliche tempor√§re Unterk√ľnfte auf Arealen der Armee. Bis anhin konnten vier geeignete Standorte identifiziert werden, weitere m√∂gliche Standorte werden abgekl√§rt. Aktuell betreibt das SEM rund 10 000 Unterbringungspl√§tze.

Das SEM geht davon aus, dass 2023 rund 27 000 neue Asylgesuche gestellt werden. Dies w√§re die h√∂chste Zahl seit 2015. Erfahrungsgem√§ss steigen die Zahlen in den Sommer- und Herbstmonaten stark an. Zudem stellen weiterhin jede Woche mehrere Hundert Personen aus der Ukraine ein Gesuch um Erteilung des Schutzstatus S. Das SEM hat die Zahl der Unterbringungspl√§tze in den Bundesstrukturen mit Unterst√ľtzung der Armee bereits von 5000 auf rund 10 000 erh√∂ht. Diese werden aber nach Berechnungen des SEM in den Sommer- und vor allem Herbstmonaten nicht ausreichen, um alle neu eintretenden Asylsuchenden bis zum Abschluss der beschleunigten Asylverfahren in den Bundesasylzentren unterbringen und betreuen zu k√∂nnen. Hinzu kommt, dass die Armee die zur Verf√ľgung gestellten Unterk√ľnfte teilweise wieder f√ľr eigene Zwecke ben√∂tigt.

Das SEM plant deshalb, zus√§tzliche tempor√§re Unterk√ľnfte auf Arealen der Armee zu realisieren. Daf√ľr wird eine Reihe von m√∂glichen Standorten in der ganzen Schweiz evaluiert. Bei den bereits gepr√ľften Arealen in Thun (BE), Bi√®re (VD), Turtmann (VS) und Bure (JU) hat sich gezeigt, dass die geplanten Containersiedlungen grunds√§tzlich realisiert werden k√∂nnen. Aktuell ist das SEM mit den zust√§ndigen Beh√∂rden der Standortkantone und -gemeinden in Kontakt, um noch offene Fragen zu kl√§ren. Weitere m√∂gliche Standorte f√ľr zus√§tzliche Unterk√ľnfte sind noch in Abkl√§rung.

(text:pd/bild:unsplash)