13 September 2023

Chef der Bankiervereinigung kontert Kritik aus den USA

Der Chef der Schweizerischen Bankiervereinigung, Roman Studer, hat Kritik aus den USA wegen versteckten Oligarchengeldern gekontert. Die Schweiz als kleines, exportorientiertes Land muss sich trotz des Druckes klar positionieren, wie er in einem Interview sagte.

Die Position der Bankiervereinigung machte Studer klar: „Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Strategie gegen├╝ber Schwarzgeld.“ Das sagte er im am Mittwoch ver├Âffentlichten Interview mit der „Neuen Z├╝rcher Zeitung“.

Die Bek├Ąmpfung von Geldw├Ąscherei und Terrorismusfinanzierung stehe auf der Priorit├Ątenliste ganz oben. In der Schweiz sei relativ viel Verm├Âgen gesperrt im Verh├Ąltnis zur Gr├Âsse des Finanzplatzes, sagte Studer zudem.

Der politische Druck aus den USA sei unangenehm. Die Vorw├╝rfe seien verfehlt. Zudem darf man sich laut Studer keine Illusionen machen: Dahinter stecke viel politisches Kalk├╝l und die Interessenpolitik von Finanzpl├Ątzen. „Man muss damit umgehen und Aufkl├Ąrungsarbeit leisten“, sagte Studer. Die neutrale Schweiz m├╝sse sich auf Druckversuche von allen Seiten einstellen.

(text:sda/bild:keystone)