13 Oktober 2021

Challandes nicht mehr Trainer des Kosovo

Bernard Challandes ist nicht mehr Nationaltrainer des Kosovo. Einen Tag nach der 1:2-Niederlage in der WM-Qualifikation gegen Georgien ist der Vertrag des Neuenburgers vorzeitig aufgel├Âst worden.

In einer gemeinsamen Medienkonferenz verk├╝ndeten der kosovarische Verband FFK und Challandes das Ende der Zusammenarbeit. Als Grund gab der FFK die erfolglose Qualifikations-Kampagne an. Nach nur vier Punkten aus sieben Spielen belegt die Mannschaft derzeit den letzten Platz in der Gruppe B.

Auf die Euphorie nach der Beinahe-Qualifikation f├╝r die EM diesen Sommer folgt im Kosovo die Ern├╝chterung. Das 1:2 im Kellerduell gegen Georgien am Dienstag war f├╝r Challandes, dessen Vertrag bis nach der WM 2022 gelaufen w├Ąre, schliesslich die ber├╝hmte eine Niederlage zuviel.

„Ich habe dem Pr├Ąsidenten (des Verbands – Red.) mitgeteilt, dass ich mit seinem Entscheid nicht zufrieden bin“, so Challandes an der Medienkonferenz. „Ich bin aber stolz und zufrieden damit, was wir erreicht haben.“ Der 70-J├Ąhrige hatte die Mannschaft im M├Ąrz 2018 ├╝bernommen und war in der EM-Qualifikation mit seinen Spielern erst in der Barrage gescheitert.

Der ehemalige Trainer der Schweizer U21-Nationalmannschaft, der mit dem FC Z├╝rich 2009 den Schweizer Meistertitel gewann, zeigte sich dankbar ├╝ber die Zeit im Kosovo: „F├╝r mich war wichtig, eine Mannschaft zu bilden, die guten Fussball zeigt. Ich denke, das ist mir gelungen. Deshalb bin ich trotzdem sehr dankbar.“

Der Kosovo definiert sich als Land seit der Unabh├Ąngigkeitserkl├Ąrung im Jahr 2008 nicht zuletzt ├╝ber seine Fussball-Nationalmannschaft. Challandes hatte der Equipe und damit auch allen Menschen im Land neues Selbstvertrauen eingehaucht. Trotz seiner Erfolge konnte Challandes die ungeschriebenen Gesetze des Fussballs nicht ├╝berwinden. Seine j├╝ngsten Resultate waren f├╝r eine Weiterbesch├Ąftigung zu schlecht.

(text:sda/bild:sda)