15 Mai 2024

Camping Berner Oberland feiert ein halbes Jahrhundert

AnlĂ€sslich der 52. Generalversammlung blickte PrĂ€sident Simon Abplanalp am Dienstag auf 50 bewegte Jahre Campinggeschichte im Berner Oberland zurĂŒck.

Der Rahmen hĂ€tte nicht passender sein können: Entgegen der Wettervorhersage konnte PrĂ€sident Simon Abplanalp die rund 50 Mitglieder und geladenen GĂ€ste bei strahlendem Kaiserwetter in Unterseen zur JubilĂ€umsgeneralversammlung des Verbandes Camping Berner Oberland begrĂŒssen. Dieser wurde 1974 mit dem Ziel gegrĂŒndet, den Campingtourismus im Berner Oberland zu fördern und die Interessen der Branche in touristischen und politischen Gremien zu vertreten. Beim anschliessenden ApĂ©ro hatten die anwesenden Mitglieder und geladenen GĂ€ste die Möglichkeit, bei einem Wettbewerb ihr Campingwissen zu testen und in Erinnerungen zu schwelgen.

Neue Herausforderungen und gestiegene Anforderungen Nachdem alle Traktanden von den stimmberechtigten Mitgliedern angenommen worden waren, holte der PrĂ€sident unter dem Punkt «Camping im Wandel» ein wenig aus: Es erfĂŒlle ihn mit Stolz, betonte Abplanalp, dass die CampingplĂ€tze die Saison 2023 mit einem noch nie dagewesenen Ergebnis abschliessen konnten. Seit der Corona-Pandemie habe es fĂŒr die LogiernĂ€chte-Statistik nur noch eine Richtung gegeben: nach oben. Er fĂŒhrt dies auf das vielfĂ€ltige Angebot der CampingplĂ€tze und die hohe Beliebtheit des Berner Oberlandes als Feriendestination zurĂŒck. «Auf diesen Lorbeeren darf man sich aber nicht ausruhen», mahnte Abplanalp. «Höhere Umweltauflagen und revidierte Gefahrenkarten fĂŒhren schweizweit vermehrt zur Schliessung von CampingplĂ€tzen. Das ist angesichts der steigenden GĂ€stezahlen eine Katastrophe.»

Auch das verĂ€nderte GĂ€steverhalten stelle Campingplatzbetreiber immer wieder vor grosse Herausforderungen. Die Zeiten, in denen der Gast mit dem einfachen Canvas-Zelt anreiste und es sich irgendwo auf der grĂŒnen Wiese gemĂŒtlich machte, seien vorbei, so Abplanalp. Reisemobile mit einer LĂ€nge von ĂŒber 8 Metern seien heute keine Seltenheit mehr. Mit der LĂ€nge der Fahrzeuge seien auch die AnsprĂŒche der GĂ€ste an Infrastruktur und Service gestiegen. Der PrĂ€sident riet den anwesenden Mitgliedern, den eigenen Platz kritisch zu hinterfragen und mögliche Konfliktpunkte rechtzeitig zu identifizieren.

Bildlegende: PrĂ€sident Simon Abplanalp (r.) mit Kassier JĂŒrgen Ritschard

(text:pd/bild:zvg)