10 September 2022

Bundesumweltministerium: Schweizer Atom-Endlager „grosse Belastung“

Das Bundesumweltministerium hat die Entscheidung der Schweiz f├╝r ein Atomm├╝ll-Endlager direkt an der Grenze zu Deutschland als Belastung f├╝r die betroffenen Gemeinden bezeichnet. Die grenznahe Lage des geplanten Standorts beim baden-w├╝rttembergischen Ort Hohentengen am Hochrhein „stellt sowohl in der Errichtungsphase als auch beim Betrieb des Endlagers f├╝r diese und umliegende Gemeinden eine grosse Belastung dar“, sagte Christian K├╝hn, Parlamentarischer Staatssekret├Ąr im Bundesumweltministerium und Bundestagsabgeordneter aus Baden-W├╝rttemberg, am Samstagabend in Berlin auf Anfrage.

„Ich setze mich bei der Schweiz daf├╝r ein, dass die bisherige gute Einbindung der deutschen Nachbarn fortgesetzt wird.“ Gleichzeitig betonte K├╝hn, dass es „richtig und wichtig“ sei, dass die Geologie das entscheidende Kriterium f├╝r die Standortwahl eines Endlagers ist. In Deutschland steht die Entscheidung f├╝r einen eigenen Endlager-Standort f├╝r hochradioaktiven Atomm├╝ll fr├╝hestens 2031 an.

Die Schweiz will das Endlager an der Grenze zu Deutschland wenige Kilometer von der deutschen Gemeinde Hohentengen entfernt bauen. Das teilte der Sprecher der Nationalen Genossenschaft f├╝r die Lagerung radioaktiver Abf├Ąlle (Nagra), Patrick Studer, am Samstag mit. Dort sollen die Abf├Ąlle in mehreren hundert Metern Tiefe in Opalinuston eingebettet werden. Zur Auswahl standen noch zwei weitere Standorte, die ebenfalls sehr nah an der deutschen Grenze liegen.

(text:sda/bild:pixabay-symbolbild)