30 Juli 2022

Bundesstaat New York erklÀrt wegen Affenpocken den Notstand

Angesichts der sich ausbreitenden Affenpocken hat die Gouverneurin des Bundesstaates New York den Notstand ausgerufen. „Diese Massnahme erlaubt es uns, schneller auf den Ausbruch zu reagieren und zusĂ€tzliche Schritte zu unternehmen, um mehr New Yorker zu impfen“, sagte Kathy Hochul in einer am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Mitteilung.

Man mĂŒsse zur EindĂ€mmung des Virus „jedes Werkzeug nutzen“ und besonders Risikogruppen so gut wie möglich schĂŒtzen.

DafĂŒr werde unter anderem die Kontaktverfolgung intensiviert und mehr Gesundheitspersonal mobilisiert, um Schutzimpfungen zu verabreichen. Ausserdem wĂŒrden die TestkapazitĂ€ten ausgebaut. Der Notstand gilt vorerst bis zum 28. August. Ebenfalls am Freitag meldete das Gesundheitsministerium des Bundesstaats 1383 bestĂ€tigte Infektionen mit dem Affenpockenvirus, die sich hauptsĂ€chlich in der Millionenmetropole New York konzentrieren – das entspricht etwa einem Viertel aller bisher in den USA registrierten FĂ€lle.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die höchste Alarmstufe ausgerufen. Nach der jĂŒngsten Erfassung gab es knapp 23 000 Affenpocken-FĂ€lle weltweit. Besonders betroffen ist demnach die Region Europa mit mehr als 14’000 FĂ€llen.

Aktuell konzentriert sich der Ausbruch weitgehend auf MĂ€nner, die Sex mit MĂ€nnern haben. In den USA wurden jedoch nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bereits FĂ€lle bei Kindern bestĂ€tigt. Bei einer Affenpocken-Infektion können Hautausschlag, geschwollene Lymphknoten sowie Fieber, SchĂŒttelfrost und Muskelschmerzen auftreten. In der Regel verlĂ€uft die Krankheit nicht tödlich, allerdings wurden am Freitag und Samstag die ersten beiden europĂ€ischen TodesfĂ€lle in Spanien bekannt.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)