15 September 2023

Bundesrat will SBB mit 1,15 Milliarden Franken unterstĂŒtzen

Die SBB sollen fĂŒr den Schuldenabbau einen einmaligen Kapitalzuschuss von 1,15 Milliarden Franken erhalten, der sich am zwischen 2020 und 2022 erlittenen Verlust im Fernverkehr bemisst. Damit will der Bundesrat die InvestitionsfĂ€higkeit der SBB stĂ€rken. Ausserdem sollen die Reserven des Bahninfrastrukturfonds (BIF) aufgestockt werden.

Dazu sollen maximal zwei Drittel des Reinertrages der leistungsabhÀngigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) in den BIF fliessen, schrieb am Freitag die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) in einer Mitteilung.

Dadurch sollte auch ein höherer Finanzbedarf des BIF im Falle einer Senkung des Trassenpreises fĂŒr den Fernverkehr kompensiert werden können.

Grund fĂŒr die Massnahmen ist die angespannte finanzielle Situation und das Verschuldungsniveau der SBB. Trotz einer gesunden Bilanzstruktur und einer Verbesserung der GeschĂ€ftsergebnisse seit Aufhebung der Covid-19-Massnahmen gebe es weiterhin Anlass zur Besorgnis, wie es hiess.

Im Weiteren will der Bundesrat Finanzierungsinstrumente des Bundes klÀren. So sollen die SBB ab einem bestimmten Verschuldungsniveau keine Tresoreriedarlehen mehr beanspruchen können.

Stattdessen soll der Bundesrat bei der Bundesversammlung Kredite im Rahmen des Bundeshaushalts beantragen mĂŒssen. Damit werde das Risiko einer Umgehung der Schuldenbremse beseitigt, hiess es weiter. Der Bund geht jedoch davon aus, dass dies nicht vor Ende dieses Jahrzehnts nötig sein wird.

Die vorgeschlagenen Massnahmen sind laut EFV in der Vernehmlassung “auf breiten Zuspruch” gestossen. Konkret geht es dabei um zwei Änderungen des Bundesgesetzes ĂŒber die Schweizerischen Bundesbahnen (SBBG) und eine Änderung des Schwerverkehrsabgabegesetzes (SVAG). Der Bundesrat verabschiedete nun die entsprechende Botschaft ans Parlament.

(text:sda/bild:unsplashh)