29 Dezember 2021

Bundesrat verzichtet vorerst auf schÀrfere Corona-Massnahmen

Trotz stark steigenden Ansteckungszahlen bleibt der Bundesrat zurĂŒckhaltend und verzichtet auf eine weitere VerschĂ€rfung der Massnahmen zur EindĂ€mmung des Coronavirus.

Man sei zum Schluss gekommen, noch keine neuen Massnahmen auf nationaler Ebene zu ergreifen, teilte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch auf Twitter mit – nach einem Austausch mit BundesprĂ€sident Guy Parmelin und Lukas Engelberger, PrĂ€sident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK).

Die Zahl der Ansteckungen mit der Omikron-Variante des Coronavirus nehme stark zu, rÀumte Berset in dem Tweet ein. Auch die Zahl der Spitaleinweisungen werde in der Folge ansteigen. Noch sei jedoch unklar, wie viele Personen auf Intensivpflege angewiesen sein werden.

Falls sich die Lage verschlechtere oder genauere Daten zur GefÀhrlichkeit von Omikron vorlÀgen, sei man aber in der Lage, rasch zu reagieren, so der Gesundheitsminister. Ein nÀchstes Massnahmenpaket sei bereit, und es sehe auch Schliessungen vor.

Berset bekrĂ€ftigte in seiner Nachricht den Aufruf zur Impfung. Die Grundimmunisierung und der sogenannte Booster (Auffrischungsimpfung) schĂŒtzten vor schweren KrankheitsverlĂ€ufen. Ebenfalls wichtig sei es, Kontakte zu reduzieren, die Maske zu tragen, regelmĂ€ssig zu lĂŒften und sich bei Symptomen testen zu lassen.

Der Bundesrat bleibt damit auf seiner bisherigen Linie und verhĂ€ngt keine neuen Massnahmen, solange es irgendwie geht. FĂŒr den Mittwochabend war ein Auftritt von Berset in der Sendung „Forum“ des Westschweizer Radio und Fernsehens RTS geplant.

Die letztmals verschĂ€rften aktuellen Massnahmen gelten seit dem 20. Dezember. FĂŒr alle InnenrĂ€ume im Kultur-, Freizeit- und Sportbereich gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen), teilweise die 2Gplus-Regel (geimpft oder genesen plus Corona-negativer Test) bei Discos, HallenbĂ€dern, Bars, Blasmusikproben oder Indoor-Sportarten.

Nur wer sitzt, darf die Maske abnehmen und trinken oder essen. Auf Schliessungen von Restaurants und Kulturinstitutionen hatte die Landesregierung vorerst verzichtet.

Auch im Freundes- und Familienkreis gelten ĂŒber die Festtage strengere Regeln. Wenn mindestens eine weder geimpfte noch genesene Person ĂŒber 16 Jahren dabei ist, sind private Treffen im Innern auf zehn Personen beschrĂ€nkt. Zudem gilt wieder eine Homeoffice-Pflicht. Die Massnahmen gelten vorerst bis 24. Januar.

(text:sda/bild:sda)