Bundesrat stockt Mittel für Integrationsförderung auf
Der Bundesrat will mehr Geld ausgeben für die Integrationsförderung von Bund und Kantonen. In den Jahren 2028 bis 2032 will er jährlich 5,4 Millionen Franken mehr einsetzen als noch in der laufenden Periode. Im Fokus stehen Frauen und die Förderung über Bildung.
Insgesamt 334,5 Millionen Franken will die Landesregierung bis 2032 für die Integrationsförderung ausgeben. Jährlich soll es sich dabei um einen voraussichtlichen Betrag von 66,9 Millionen Franken handeln, die der Bundesrat dem Parlament beantragen wird. Dies entspräche einer jährlichen Erhöhung um 5,4 Millionen Franken im Vergleich mit der laufenden Periode.
„Integration kostet, keine Integration kostet mehr“, sagte Justizminister Beat Jans am Freitag vor den Medien. Die Erhöhung sei notwendig, „weil erstens die Aufgabe grösser geworden ist, und weil wir zweitens wissen, dass sich gute Integrationsförderung auszahlt“.
Die Integrationsförderung und gerade die seit 2014 bestehenden kantonalen Integrationsprogramme (KIP) zeigen laut den am Freitag vom Bundesrat veröffentlichten Unterlagen denn auch Wirkung. Jans sprach von einem Erfolgsmodell: Die Schweiz weise bei Zugewanderten mit 77 Prozent eine hohe Erwerbsquote im internationalen Vergleich auf.
Herausforderungen bestünden aber etwa weiterhin bei der Arbeitsmarktintegration von Frauen im Familiennachzug – deren Erwerbsquote liegt laut der Landesregierung bei 56 Prozent. Die nun beschlossene vierte Programmperiode der KIP für die Jahre 2028 bis 2032 legt daher nun einen besonderen Schwerpunkt auf die Integration von Frauen und die Nutzung von Bildung für die Arbeitsmarktintegration. Hier habe man „eindeutig Nachholbedarf“, so der Justizminister.
(text:sda/bild:keystone)