17 August 2023

Tourismusregionen: Moderate Lockerung bei Zweitwohnungen

Der Bundesrat will die Regeln fĂŒr den Abriss und Wiederaufbau von Wohnungen in Tourismusgebieten nur moderat lockern. Er schlĂ€gt beim Wiederaufbau vor, eine FlĂ€chenvergrösserung um 30 Prozent zu erlauben. Dabei entstandener zusĂ€tzlicher Wohnraum soll aber nur als Erstwohnung genutzt werden.

Mit diesem Vorschlag reagiert der Bundesrat auf einen Revisionsentwurf der Kommissionen fĂŒr Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) von National- und StĂ€nderat zum Zweitwohnungsgesetz, wie er am Mittwoch mitteilte. Die Kommissionen wollen fĂŒr altrechtliche Wohnungen keine NutzungseinschrĂ€nkungen beim Wiederauf- und -ausbau.

Als altrechtlich gelten vor der Volksabstimmung ĂŒber die Zweitwohnungsinitiative 2012 gebaute Wohnungen in Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von ĂŒber 20 Prozent. Diese altrechtlichen Wohnungen dĂŒrfen aktuell frei genutzt und bei einem Umbau um 30 Prozent vergrössert werden. Bei einem Abriss und Wiederaufbau ist die Vergrösserung allerdings verboten.

Der Bundesrat will diese Ungleichbehandlung zwischen Umbau und Wiederaufbau beseitigen. Oft sei der Unterschied zwischen Abriss und Umbau schwer auszumachen, rÀumt er ein. Darum schlÀgt er dem Parlament vor, die FlÀchenvergrösserung um 30 Prozent auch bei Abriss und Wiederaufbau zuzulassen. Der gewonnene Wohnraum soll aber ausschliesslich als Erstwohnung nutzbar sein.

(text:sda/bild:unsplash)