Bundesrat plant mit weniger F-35-Kampfjets
Die Armee wird voraussichtlich nur 30 statt 36 neue F-35-Kampfjets erhalten. Davon geht der Bundesrat derzeit aus. Er verzichtet auf einen Milliarden-Zusatzkredit und beantragt nur einen 394-Millionen-Franken-Kredit, um teuerungsbedingte Mehrkosten abdecken zu können.
Bereits im Dezember hatte Verteidigungsminister Martin Pfister durchblicken lassen, dass die Schweiz mit dem vom Volk im September 2020 bewilligten Zahlungsrahmen nicht die ursprünglich geplante Anzahl von 36 Kampfflugzeugen des Typs F-35 vom Hersteller Lockheed Martin wird beziehen können. Am Freitag hat der Bundesrat dies nun bestätigt.
„Der Bundesrat verzichtet auf die ursprüngliche Anzahl von 36 Flugzeugen“, schrieb er in einer Mitteilung. Ein vollständiger Verzicht sei aber angesichts der sich zuspitzenden sicherheitspolitischen Lage keine Option.
Deshalb sucht die Landesregierung einen Mittelweg – „innerhalb des vom Volk bewilligten Finanzvolumens“, wie sie schreibt. Es solle die maximal mögliche Anzahl Flugzeuge beschafft werden, aus finanzpolitischen Gründen ohne einen Milliarden-Zusatzkredit. Für den Kauf von 36 Jets wären laut dem Bundesrat weitere rund 1,1 Milliarden Franken notwendig.
(text:sda/bild:keystone)